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sich an Frankreich anzuschliessen und während des
ganzen 18. Jahrhunderts in seinem Dienst zu kämpfen.
Die Grafen von Saarbrücken wie die Herzôge von
Lothringen. fühlten sich in den Bannkreis Frankreich:
gezogen aus Neigung, infolge threr , Lehnsabhängigkeit,
durch die Notwendigkeit des nachbarlichen Verkehrs
und die Verwandtschaët der Bevôlkerungen. Sie nahmen
ihr Los hin ohne Hintergedanken ; gezwungen zwischen
dem Heiligen Rämischen Reieh und Frankreich zu
wählen, entschlossen sie sich für das letztere.
Wie séine Vorfahren, so verbrachte auch Fürst
Wilhelm Heinrich von Nassau, Graf von Saarbrücken
(geboren 1718), einen Teil seines Lebens in Paris oder bei
den franzôsischen Armeen. 1743, in dem ôsterreichischen
Erbfolgekrieg; äusserte er den Wunsch, in den Dienst das
Marschalls von Noailles zu treten, der am Rhein gegen
die Kaiserlichen operierte. 1744 wurde er Maréchal de
camp, 1748 Generalleutenant. Von 1767 ab gewährte ihm
der Kônig neben séinem Sold eine jährliche Subvention
von 100.000 Pfund für den Unterhalt seiner Regimenter.
Seine Gemahlin, die Fürstin Sophie von Saarbrücken,
huldigté schôngeistigen Neigungen ; ihr widmete 1758
Diderot seine Komôdie « der Familienvater ».
Franzäsisch durch Gefühl und Erziehung, verbrachte
Wilhelm Heinrichs Sohn, der Graf Ludwig von Saarbrücken
(1768-94), seinerseits sein Leben beim Waffenhandwetk,
im Schloss zu Saarbrücken oder in Paris, das
er leidenschaftlich liebte. 1779 kaufte er hier für seinen
Waffengefährten, den Grafen von Balincourt, ein Haus.
Mit wunderbarer Beharrlichkeit kam &0 die franzôsische
Monarchie, die niemanden Gewalt antat, ihrem
Ziel immer näher : ohne gewaltsame Erschütterung die
Grafschaït Saarbrücken aufzusaugen, wie sie bercits
Lothringen aufgesogen hatte, zur grossen Zufriedenheit
der Einwohnerschaft. Aber da die Revolution die
Entwicklung der Dinge in überstürzter Weise betrieb,
verdarb sie alles.