In der Folgezeit verbanden sich die Grafen von Saarbrücken
mit den Haüsern von Apremont, Venissy, Joinville,
Roucy, Braine, Chatillon, Chateauvillain, Chaumont,
und alle diese franzôsischen Verbindungen
machten sie zu Grundherren in der Champagne, Lothringen,
Burgund, Ile de France.
Johann IT, Graf von Saarbrücken und Commercy
(1342-81), der sich mit Gigela, der ‘Tochter des Grafen
Peter von Bar, vermählte, trat gegen eine Jahresrente
von 100 Golddenaren in den Dienst des franzôsischen
Kônigs Johann des Guten und schwur thm den. Treu- und
Lehnseid. Der Känig verlieh ihm Herrschafteh in den
Bailliagen von Chaumont und Vitry in der Champagne.
Er kämpîite in den Reihen der franzôsischen Ritter und
wurde 1356 in der Schlacht bei Poitiers mit dem Känig
Johann dem Guten gefangen. Dessen Nachfolger
Karl V. verlieh ibm i. J. 1364 zur Belohnung seiner
loyalen und guten Dienste die Würde eines Grand Bouteiller
de France (Mundschenk). Karl nennt ihn « seinen
lieben getreuen Vetter, den Grafen-von Salbruche ».
Finem alten Gebrauche zufolge hatte er als Mundschenk
das Recht, Kanne und Becher, welche bei der
Krônung gedient hatten, für sich zu behalten; dafür
gab ihm der Kôänig 1500 Fes. in Gold (30.000 Fes. heutiger
Miünze).
Im Jahre 1367 kaufte Graf Johann ein Haus in Paris.
Im folgenden Jahre erhielt er den Titel eines Präsidenten
der Rechnungs-Kammer ; dann wurde er mit verschiedenen
Missionen im Auslande betraut. Seine Dienste
wurden stets reich belohnt.
Durch Testament vom Jahre 1380 ordnet er, für den
Fall, dass er in Frankreich oder einem anderen romanisch
(franzôsisch) redenden Lande sterbe, an, dass sein
Leichnam in ‘der St, Nikolauskapelle zu Commercy
bestattet würde, und falls er in deutschsprechendam
Gebiet verscheide, wählte er als-Grabstätte das Chor
der Abtei Wadgassen, wo seine Eltern ruhten. Er