Full text : Rettet das Saarland !

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den Städten Saarbrücken, Saarlouis, Merzig, Trier, Neun-⸗
kirchen, Ottweiler, St. Wendel usw. nach Elsaß⸗ Lothringen
und der Schweiz. Die lothringische Großindustrie bezieht
nur geringe Mengen Saarkohle; sie beruht auf der Ver—
arbeitung rheinisch⸗westfälischer Kohle und Kokes, die in
größter Reichhaltigkeit zur Verfügung stehen. Die rheinisch⸗
westfälische Kohle eignet sich im übrigen zur Verkokung weit
besser als die Saarkohle. Die Saareisenindustrie dagegen
hat zur Grundlage die Saarkohle einerseits, wobei allerdings
als Ergänzung rheinisch-westfälischer Kols hinzukommen muß,
die lothringische Minette andererseits. Während für die
lothringische Industrie der Besitz des Saargebietes nahezu
gleichgültig erscheint, ist für die Saareisenindustrie ein un⸗
gestörter Weiterbezug der lothringischen Minette geradezu eine
Lebensfrage. Lothringen bedarf also des Saarrevieres nicht als
Bezugsquelle irgend eines Rohstosses, wohl aber bedarf es des
Saarrevieres als Absatzgebietes für seine im Lande nicht unterzubringenden
 Erzerzeugnisse. Nichts ist daher so falsch und irre⸗
führend wie die französische Behauptung, das Saargebiet gehöre
aus wirtschaftlichen Gründen zu Lothringen und müsse, falls
Lothringen französisch werden sollte, gleichfalls zu Frankreich
geschlagen werden. Wenn Lothringen das Saarrevier als
Absatzgebiet, das Saarrevier die Einfuhr der lothringischen
Minette nicht entbehren kann, so kann dieses Problem
im Friedensvertrage für den Fall einer Abtretung Lothringens
an Frankreich auf das einfachste in der Weise gelöst werden,
daß den Saarhütten zu mäßigen Erzpreisen und billigen Eisen⸗
bahntarifen ungeschmälerte, zollfreie Einfuhr der für sie un⸗
entbehrlichen lothringischen Minette gewährleistet wird.
Auch von anderen Gesichtspunkten aus erhellt die Sinn⸗
losigkeit des französischen Verlangens nach dem Saargebiet.
Das Saarkohlenbecken besteht bekanntlich aus einem preu⸗
ßischen, einem pfälzischen und einem lothringischen Teil.
Der Gesamtinhalt des Beckens beträgt bis zu den Teufen,
            
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