Die Trennung von Fraukreich veranlaßt dies nicht. Sie
ist, mit wenigen Ausnahmen, überall willkommen gewesen,
und der Haß gegen die Franzosen allgemein. Den redendsten
Beweis dieses Hasses liefern die Saarbrücker, die von einer
großen Wut befallen sind und gegen den Frieden von Paris
Himmel und Hölle zu bewegen scheinen. Ich traf einen
reisenden Saarbrücker an der Table d'hôte in Cöln, dessen
drittes Wort war: Die einfältigen Alliierten. Als ich ihm
glimpflich bemerklich machte, daß sich jetzt, da in Frankreich
eine regelmäßige Regierung zurückgekehrt sei, auch in Frank—
reich werde leben lassen, und daß man auch unter einer
deutschen Regierung nicht immer auf Rosen schlafe, antwortete
er: Und wenn die deutsche Regierung mir die Hände und
die Füße abhackt und mir nur der Rumpf bleibt, so muß ich
lieber unter dieser deutschen Regierung leben, als unter der
französischen, die mir nur den Nagel vom Finger nimmt.
(Randbemerkung:) Er behauptet, daß nichts weiter als
der Anteil Talleyrands an den Salinen zu Dieuze die
Abtretung des Saarbrückischen mit etwa 24000 Seelen ver—
anlaßt habe, weil Talleyrand befürchtet, den Kohlenbedarf, den
dieser Saarbrückesche Anteil den Salinen liefere, künftig teurer
bezahlen zu müssen.)
...... Die Hauptursachen des Mißvergnügens sind
unstreitig:
1. die Besorgnis, daß es bei neuen Angriffen der Franzosen
die man für unvermeidlich hält, an kräftigem Schutz fehlen
und das linke Rheinufer abermals das Opfer sein werde. Von
mehreren Seiten wird laut geäußert, daß nur die Trennung
Elsaß und Lothringens von Frankreich und die Verbindung
mit den Rheindepordements eine vollständige Garantie gegen
Frankreich geoen. Ver Friede von Paris, so wie er jetzt ab—
geschlossen worden, wird nur als ein Funke zur Entzündung
neuer für das linke Rheinufer verderblicher Kriege angesehen.
Oesterreich wird dabei am meisten angeklagt und gemahnt,