Full text : Jugenderinnerungen aus der alten Saarbrücker Zeit

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Das Gmynasium hatte im Jahre 1852 nachgenannte Lehr⸗
kräfte: Direktor Dr. Ottemann, die Oberlehrer Schwalb, Dr.
Schröter, Messerer und Elsemann, sowie die Lehrer Küpper,
Waßmuth, Schmitz und Goldenberg, Pfarrer Blum als katho—
lischer und Pfarrer Schirmer als evangelischer Religions—
lehrer. Außerdem war Lehrer Hollweg für die Vorschule da.
Nicht zu vergessen ist der alte, ehrwürdige Schuldiener Boldt,
ein mit dem Eisernen Kreuze geschmückter Veteran aus dem
Freiheitskriege. Die Gewerbeschule, jetzt Oberrealschule, be—
stand zu der Zeit noch nicht.
Unser heutiger größter Beamtenkörper, die Königliche
Eisenbahndirektion Saarbrücken, welche ein Heer von zirka
850 Beamten allein in der Großstadt und unzählige Arbeiter
umfaßt, stand damals noch auf dem Papier.
Kreis⸗Phisikus war Geheimer Sanitätsrat Dr. Röchling, der
Vorfahr der heutigen Großfirma Gebr. Röchling. Ferner
waren als praktische Aerzte noch tätig in beiden Städten:
Dr. Jordan, Kalck, Kiefer, Küpper, Mügel, Schmidtborn und
Zwicke. Apotheker waren vorhanden, Kiefer und Koch in
Saarbrücken und Förtsch und Biching in St. Johann.
Heute sind in unserer Großstadt über sechzig Aerzte und
ungefähr ein Dutzend Apotheken.
Ich komme nun zur damaligen Bürgermeisterei—
Verwaltung von Saarbrücken und St. Johann; dieselbe
bestand aus: dem Bürgermeister L. Wagner, den Beigeord—
neten Ph. Korn für Saarbrücken und F. Bentz für St. Johann;
den Gemeindevorstehern F. Bentz, Bürgermeister zu St.
Johann, H. Michler zu Malstatt, C. Isambert zu Brebach;
dem Stadtschreiber Scheifel; Polizeikommissar Kirchstein; den
Polizeidienern Guers, Schneefeld und Hammel, leétzterer für
St. Johann, und dem Amtsdiener Reuther.
Die Gemeinde-Verordneten von Saarbrücken
hießen: Ph. Korn, F. Dietzsch, A. Weisborn, L. Sello, C.
Schmidtborn, C. A. Reusch, J. A. Knipper sen., C. Schlachter,
H. Kalck, E. Karcher, E. Koch, J. A. Knipper jun., Joh. Jacob,
Fr. Omlor, A. Hofer, L. Zix und F. Reuther.
Die Gemeinde-Verordneten von St. Johann hießen: Fr.
Köhl, L. Köhl, J. Bruch, E. Karcher sen. C. Wack, Dr. Jor⸗
dan, Ch. Schneider, Fr. Mertz, G. Pfeiffer, Ph. H. Reis, Fr.
Dsmanm, L. Gottlieb, H. Brenner, Gustav Wack und L.
autz.
Von dem gesamten städtischen Verwaltungskörper für
beide Städte, einschließzlich Malstatt und Brebach, wurden
nur besoldet: der Stadtschreiber, der Polizeikommissar, die
Polizeidiener und der Amtsdiener. Alle übrigen Stellen waren
unbesoldete Ehrenämter.
            
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