die hinter ihm Sitzenden beschattete, so daß sie nichts sehen
konnten. Beim Arbeiten gings kaum ohne Oelflecke ab, da
diese Lampen fast immer stark schweißten.
Es bestand schon eine kleine Gasfabrik, die der Saar—
brücker Kasinogesellschaft gehörte. Dieselbe hätte ihren Stand—
ort im alten Kasinogarten an der Ecke des Wohnhauses von
L. Pabst in der Hohenzollernstraße. Sie beleuchtete den alten
Kasinogarten, das Kesinogebäude, da, wo jetzt die Tonhalle
steht, und noch einige Privathäuser, J. B. Müller, A. Wild
und Jakob Schmidt und Denzer in der Wilhelmstraße. Das
Gas, welches man noch nicht zu reinigen verstand, war aber
kaum besser als die Oelbeleuchtung.
Mitte der fünfziger Jahre wurde dann von der Gesell—
schaft Raupp & Cie in Karlsruhe in St. Johann eine Gas—
anstalt für die Städte Saarbrücken und St. Johann gebaut.
Dieses Gas war ebenso schlecht wie das von der Kasinogesell⸗
schaft fabrizierte. Es brannte in offenen Schnittbrennern.
Lampengläser und Lampenschirme kannte man zu der Zeit
noch nicht. Das Gas war zudem so teuer, daß es außer für
Straßenbeleuchtung und für Geschäftshäuser keine Verwen—
dung fand. Später wurde das Gas, welches bis dahin mit
roter Flamme brannte, besser gereinigt. Es kamen die ge—
lochten Argentbrenner mit Lampengläsern in Gebrauch, wo—
durch ein besseres Licht entstand; doch hatte dieser Brenner
eine Nachteile; er verbreitete eine gewaltige Hitze, indem das
Gas durch etliche zwanzig Löcher ausströmte, und verbrauchte
daher auch bedeutend mehr Gas. Im Laufe der Zeit wurde
—
tigen Gasglühlicht.
In den siebziger Jahren wurde das elektrische Licht er—
funden. Es brauchte aber noch lange Zeit, bis es zu seiner
heutigen Vollkommenheit gelangte. Im Jahre 1878 sah ich
zum erstenmale, während der Pariser Ausstellung, elektrische
Straßenbeleuchtung. Auf dem Opernplatze und einer kurzen
anstoßenden Straße brannten einige solcher Straßenlaternen;
sie waren auf Staͤndern der früheren Gaslaternen montiert,
und die aufgesetzten elektrischen Laternen glichen den früheren
viereckigen Gaslaternen, nur, daß die Verglasung aus Milch—
glas bestand. Die Leuchtkraft war ungesähr der der Gas—
laternen gleich, nur, daß das Licht ein weißes war. Trotzdem
wurde diese Beleuchtung als ein Wunder und eine großartige
Erfindung betrachtet. Hierbei wurde allgemein bedauert, daß
man das Licht nicht teilen und es infolgedessen nur zur
Straßen- und Platzbéleuchtung verwenden könne. Einige Jahre
später schon sah ich in der Frankfurter elektrischen Ausstellung
das elektrische Licht durch die Edison'sche Erfindung bis ins