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der Weg sei von Flüchtigen, von Bettlern, von
Truppen und Train versperrt; die Reichsgräfin
möge umkehren. Doch davon will das Mutter—
herz nichts wissen. Marianne muß jezzt erst recht
nach Mainz! Sie überwindet peinliche Hinder—
nisse und trifft die Tochter leidender als zuvor;
der Lärm der Soldaten, welche die zum Wider—
stand rüstende Stadt füllen, die Lage der Festung
und das Zweifelhafte des Geschickes sind nicht
geeignet für eine erregte Fürstentochter. Die Mutter
bringt die Kranke nach Köln; aber auch hierin
folgen nach 6 Wochen Custines Gesellen. Alles
flüchtet. Zum Glück tritt Besserung bei der Prinzeß
ein; sie ist, von ihrem Bruder geleitet, imstande,
zu ihrem geistlichen Onkel und dessen Leibarzt nach
Heiligenstadt in Westfalen sich zu retten. Die
Kinder sind also in Sicherheit, die Mutter hat
ihrer Pflicht genügt; sie erinnert sich nunmehr ihres
Regentwortes und rüstet nach 6 wöchentlicher Ab—
wesenheit zur Heimreise; „es war nötig“, sagte sie
selbst, „an meinen Herd zurückzukehren für meine
Interessen, für die meines Sohnes und seiner
Untertanen, um mich allem zu unterziehen, was
das Gewicht des Momentes mir zu tun diktieren
könnte“.
Ist das nicht ein Wort, welches die alte liebe
Erzählung von der Treue Friedrichs des Schönen
in Erinnerung ruft!
Anfangs Dezember nähert sich unsere Reichs—
gräfin wieder dem Westrich. Da wird vor Hom—