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Schutztruppe dem Schutzbrief auch den nötigen
Nachdruck zu geben, wenn und solange die Reichs—
gräfin abwesend sein sollte. Wirklich konnte man
in der Frühe des 1. Oktober die Regentin in ein—
facher Kalesche die Residenz verlassen sehen. Mütter—
liche Sehnsucht und heimatliches Weh zogen sie,
nachdem sie alles WMögliche zur Sicherung des
Landes getan, in die Pfalz, um während der
voraussichtlich ruhigen ersten Oktobertage zunächst
im Vaterhause zu Herrnsheim und dann bei der
Tochter in Mainz nachzusehen. In 5 oder 6 Tagen
will sie zurück sein; an ihrer Reiseausrüstung —
sie hatte nur weniges Gepäck, die notwendigste
Wäsche mit sich — konnte jeder sehen, daß sie eine
Flucht nicht beabsichtigt. Ihr Wort bindet Wari—
anne: sie will und muß gerade jetzt in Blieskastel
sein! Wie mag die mutige Dame dennoch auf—
gelebt haben, als der Wagen sie weiter, weiter
gen Osten trug, weg von den Füßen des Vulkans,
ins Elternhaus, wo sie sich ganz geborgen wissen
durfte, wo sie während der Weinlese die Sorgen
wegplaudern und im trauts⸗ernsten Kreise Trost
und Kraft zu neuem Wachen und Beten finden
würde!
Es sollte anders kommen!
In Kaiserslautern vernimmt sie, daß ihre ge—
plante Reise unmöglich sei, indem Custine ehe—
gestern (30. Sept.) Speyer eingenommen habe und
nunmehr nach Worms ziehe, um Wainz zu be—
lagern. Dahin zu gelangen, dürfte schwer sein;
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