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Palast wie Hütte. Das Düster der Zeit, das Ge—
bahren des zu einer Votte Pöbel gewordenen
französischen Volkes, dessen Waffenträger nun so
nahe standen, hatten wirklich unserm Bürger die
Augen geöffnet; der Freiheitsrausch ist verflogen
in der Angst um Leben und Eigentum. Ganz
ähnliche Wandlungen durchlebt Marianne. Ver—
nichtet ist ihr französisches Ideal, und da sie schein—
bar auch auf ihre eigenen Untertanen sich nicht
verlassen kann, denkt sie an Wegzug. Mit Ent—
setzen lauscht der zitternde Bürger den Gerüchten
von der Abreise der Fürstin, seiner einzigen Hoff—
nung und Zuflucht. Er entsendet eine Deputation
zur Herrin, die durch das Erscheinen der Biederen
freudig überrascht wird. So hat sie denn doch
sich nicht getäuscht! Der Flitter der neuen Ideen
ist hin, ihre Untertanen erkennen und preisen die
Vorzüge ihres Regiments! Dann muß sie weiter
auf ihre Leute bauen und trauen, das ist Fürsten—
pflicht, ihre Pflicht, ihr höchstes Gesetzt Und da
diese Pflicht ihre persönliche Anwesenheit bis zum
äußersten Moment verlangt, so entläßt sie die
Bürgerabgesandten wörtlich mit dem Bescheid:
„Ich werde, was auch immer kommen möge,
meine Pflicht tun und selbst dann bei Euch bleiben,
wenn fränkische Truppen einrücken sollten.“ 27)
Mit dieser heroischen Kundgabe ist der innere
Kampf für Warianne beendet; sie hat gesiegt, Ge—
fahr und Pflicht erkannt. Die erste Stufe zur
Läuterung ist erklommen. Wird die hohe Frau