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Schwestern der Wädchenerziehung obliegen. Den
höheren Bildungsgang absolviert man an der
Sekundarschule der Patres Francisc, an welche,
als dieselbe nach Ablauf der ersten fünf Jahre
voll⸗ d. i. sechs-klassig geworden war, 1782 ein
philosophischer Lehrstuhl angefügt wurde, den die
Reichsgräfin durch ein halbes Fuder Burrweiler
Wein dotierte!?) Schon früher waren für talen—
tierte Knaben Vermächtnisse dahin gereicht worden.?)
Daß Warianne auch den Künsten wohl geneigt,
beweisen ihre Kirchen- und Schloßbauten, die Häuser,
die sie ihren Beamten bot, wodurch sie vorbildlich
wirkte, indem adelige Persönlichkeiten sich in Villen
und Schlößchen dauernde Aufenthaltsräume bei
der Residenz der als geistreich, feingebildet, wohl-—
wollend geltenden, hochangesehenen Reichsgräfin
schufen. Tatsächlich war der ständige Kreis am
Hofe Mariannens schon dazu angetan, Anziehungs—
kraft zu üben. Französische Konversation, scharf
ausgebildete Etikette, häufiger persönlicher, regel—
mäßiger geistiger, zumteil schriftlicher Verkehr mit
den — leider — angestaunten Kapazitäten des
westlichen Nachbars, der ständige Umgang mit den
gelehrten Franziskanern und Wilhelmiten, der
Kreis adeliger Hofleute aus Deutschland und
französischer Erzieher und Erzieherinnen für die
heranwachsenden Töchter und den Sohn, dazu die
Offiziere Bertrand und Scheid, ») die mit Familie
im Schlosse wohnten, der alte, ängstliche, treue Hof⸗
rat Schmelzer, 8o) der gewandte Reinhard, *) bei
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