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reichhaltige Bibliothek aufzuweisen, daß sie für diese
und ihr Archiv ein eigenes Gebäude, das zu ihrem
Witwensitz bestimmte „Schlößchen“ 29, benützen
mußte, sondern sah sich auch im Besitze einer — an—
geblich besonders an Conchilien“) und Mineralien
— reichen Naturaliensammlung. Und — wiederum
ganz wie bei ihrem älteren Bruder, Kurerzkanzler
Karl Theodor — liegt ein Hauptverdienst ihres öffent⸗
lichen Wirkens in der Förderung des Schulwesens.
Damals ging Basedows Philanthropinismus **)
durch die Lande, Salzmann hatte in seinem
„Ameisenbüchlein“‘“ Jünglinge für die Erziehung
geworben, Guts-Muts betrieb seine „Gymnastik
für die Jugend“, Freiherr von Vochow organisierte
seine Dorfschulen; Kaiserin Maria Theresia aber
hatte in Abt Ignaz von Felbiger zu Sagan einen
gottbegnadeten Reorganisator des österreichischen
Schulwesens gefunden. Mit feinem Takt folgt
Marianne dem in ihrer Gegend schwächern, positiv
gläubigen Strom, und ihre „Schulordnung?“ ist fast
nur eine Copie der Felbiger'schen „Allg. Schul—
ordnung“ 29),. Die Errichtung eines Schullehrer—
seminars in dem nur zwei Stunden entfernten
Zweibrücken hatte befruchtend im niederen Unter—
richtswesen auch der leyenschen Grafschaft gewirkt.
Allenthalben erscheinen „Schulmeister“ 26), während
in der Residenzstadt selbst zwei französische ()
*) Muscheln.
*x) Erzieherische Richtung, welche als Grundsatz hatte:
Man muß der Jugend das Lernen so angenehm als
möglich machen.