Full text : Marianne von der Leyen, geb. v. Dalberg, die "Große Reichsgräfin" des Westrichs

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nomiegebäuden und dem zwei Worgen großen
Klostergarten auf allen übrigen Seiten. Einzige
Aufgabe der Patres war die Pflege des höhern
Unterrichts, wozu sie die Mittel aus dem Seel—
sorgsdienst im Schloß- und Kapellenbezirk zogen.!6)
— Unser Ländchen besaß seit uralten Zeiten noch
ein Kloster, das der Wilhelmiter nämlich bei dem
Wallfahrtskirchlein zu Gräfinthal, viel berühmt, be—
sucht auch von höchsten Herrschaften — eine Tochter
Sobieskys ruht dort — und beliebt bei Mariannen,
die dem dortigen Gnadenbildei“) sogar goldene
Krone 18) und einen Wantel!) schenkte. Die ein—
same Lage ihres Hauses hatte, als es in dem be—
nachbarten Blieskastel so gar regsam wurde, in den
8 Wilhelmiten den Wunsch nach Verweltlichung
und Verlegung ihres Konventes in die St. Se⸗—
bastianskirche der VResidenzstadt wachgerufen. Ma—
rianne, welche dadurch geistigen, geistlichen und
rechtlichen Gewinn hoffte, unterstützte dieses Be—
streben, sodaß es in Rom Genehmigung fand.?0)
Aber es erwies sich das Gotteshaus in Blies—
kastel für das nunmehr aus 7 Chorherren unter
einem Dekan bestehende weltliche Stift zu hinfällig,
und der Gedanke einer eigenen, würdigen Stifts—
und neuen Pfarrkirche nahm 1788 greifbare Gestalt
an. Warianne gab Holz und Platz, die Kirchen—
fabrik, welche übrigens von diesem Luxus nicht
erfreut war, gab 4400 fl, während die Stadt —
zu ihrem sehr großen Mißbehagen — 38066 fl.
aufbringen mußte; doch gelang der Bau blos bis
            
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