Full text : Marianne von der Leyen, geb. v. Dalberg, die "Große Reichsgräfin" des Westrichs

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vollst grüßenden Gärtners, hin zu entzückender
Gartenanlage. Auf hoher Rampe hält das Ge—
fährt; mit Blumengaben bewillkommnen Kinder
die hohe Frau. Dann steigt aus plätscherndem
Bassin der Springquell auf zum Äther, das Wasser,
das sie 5 km weit aus der Lüderitzquelle von
Ballweiler her deichelten. Warianne siehts, sieht
die Orangen und Limonen, die dort in jenen Treib—
häusern gezüchtet worden (Vgl. Ill. Ar. 6), sieht
ihren Gaͤtten strahlenden Auges, hört ihre Kinder
jauchzen, ihre Untertanen sich freuen — durfte sie
glücklich sein?
Sie betritt, zurückkehrend, den Vorhof wieder,
den dreieckigen Lichthof des Schlosses; sie em—
pfängt am Hauptportale die Huldigungen des
Gesindes und steigt zur belle etage empor, um
im säulengeschmückten, goldstrotzenden Spiegelsaale
ihres Amtes zu walten als Hausfrau und diri—
gierende Reichsgräfin. — —
Es kamen und gingen sonnenheitere Tage.
Die Schönheiten des Ländchens, die Wiesenpracht,
die Wälder und Weiher wollten gekostet sein, die
benachbarten Vegenten sollten besucht, die günstige
Gelegenheit zu schriftlichem Verkehr mit den Kory—
phäen, den Größen des verhimmelten westlichen
Nachbarreiches mochte ausgenützt werden. So
wurde durch Korrespondenzen und Visiten das
Leben in der leyenschen Residenz inhaltsreicher,
VBesuche kamen, etliche Adelige siedelten sich dauernd
dort an, und bald umgab ein Hof, ein äußerer
            
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