Full text : Marianne von der Leyen, geb. v. Dalberg, die "Große Reichsgräfin" des Westrichs

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Warianne ist glücklich.
Glücklich ist sie in der Liebe ihres Gatten.
Das zeigt der Blick, mit dem sie beim Eintritt
in die Ebene seinen erklärenden Fingerzeichen
folgt. Ihr zu Liebe hatte er die Kapelle droben
restaurieren lassen, die Kapelle, die das schöne
Tal beschütztt und mit ihrem Kreuzweg an
Koblenzens Karthause erinnert. Ihr zu Liebe war
die „Hofkirche“, die städtische Sebastianskirche,
würdig ausstaffiert worden, also daß ihr Pfarrer,
P. Ullrich vom nahen Wilhelmiterkloster Gräfinthal,
mit Freuden darin amtierte. Wie sprach doch
Liebe aus jedem andern Unternehmen: Da gab
es einen Tiers, Ziers und Irrgarten, da war der
unvermeidliche Park, war auf dem Rücken des
Schloßberges endloses Boskett, das in der Rokoko—
zeit so beliebte lauschige Buschwerk; da war eine
Laube, das „Herrschaftshaus“, die aus ihrer Loge
einen Ausblick gewährte, der mit berechnender
Sorgfalt die Illusionen“) heimischer Rheinberge,
das Panorama von Bacharach und Ehrenbreitstein
gewährte. Und erst das Schloß selbst! Wahrhaft
ein sans soucçi, ein Ohnesorgen! Durch säulen—
verziertes Tor fährt man zum Vorhof, der
rechts durch ein Gitterwerk abgeschlossen. Das
öffnet sich; über das Pflaster des inneren
Hofes rasselt der Wagen, vorbei an BSkonomie—
gebäuden. vorbei an der Wohnung des ehrfurchts—

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