Full text: Marianne von der Leyen, geb. v. Dalberg, die "Große Reichsgräfin" des Westrichs

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14) Herkuless, Schlangen- und Klosterbrunnen. 
15) Derselbe wurde am Unschuldigen Kindleinstage 1784 
in Gegenwart MWariannens eingeweiht, es sollte damit 
den übrigen Gemeinden ein Beispiel gegeben werden. 
160) Der Kapellenfonds ertrug damals ca. 400 fl. pro 
Jahr. 
i) Es ist ein schwarzer Kopf (angeblich von einem 
gewissen Windenforst (2) 1780 an Stelle des alten geschnitzt) 
von Waria und dem Jesukinde, der sich jetzt in der Blies— 
kasteler Kapelle befindet. (Vgl. Remling, Abt. und 
Klöster, 1. T. S. 300.) Bei der Einziehung des Klosters 
kam die „schwarze Muttergottes von Gräfinthal“ in die 
Pfarrkirche nach Blieskastel. 1794 reklamierten die Be— 
wohner von Bliesmengen das Bild, und als infolge der 
Verweigerung vonseiten Blieskastels Streit entstand, wurde 
die Statue von der Ausleerungskommission öffentlich ver— 
steigert. Als Kauflustige erschienen die Mädchen der 
beiden Gemeinden; Blieskastels Jungfrauen boten zum 
letzten 100 fl., erlegten auch die 25 fl. Unkosten und er— 
hielten das Bildwerk und eine Quittung, welche wörtlich 
lautete: „Die Jungfrauen von Blieskastel haben die An— 
bietung der Jungfrauen von Bliesmengen für die Mutter— 
gottes von Gräfinthal (ergänze: überboten und selbe) mit 
hundert Gulden samt den darauf ergangenen Kosten mit 
fünfundzwanzig Gulden (bezahlt), worüber Quittung. 
Blieskastel, den 1. germinal 4 Jahres Ende Wärz 1706) 
(unterz.) Wolfanger.“ 
is) Dieselbe wird heute in der Kapelle zu Blieskastel, 
wo das Warienbild noch immer sich befindet, noch benützt 
und hat die Inschrift: „Offert à la Vièrge par la Ctę de 
la Lejen et de Hohen Gerolsect née Baronin de Dalbergꝗ 
année 1787 (Der (hl.) Jungfrau gewidmet von Gräfin 
v. d. Leyen und von Hohengerolseck geb. Freiin von Dal— 
berg i. J. 1787).“ 
18) Es haben sich von diesen u. a. leyenschen Schenk⸗ 
ungen etc. noch erhalten: a) Paramente in den Kirchen
	        
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