Full text : Die von den Grafen Albrecht und Philipp im Jahre 1576 publizierte Nassau-Saarbrücken'sche Kirchenordnung und Agende und ihre Weiterentwicklung

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Lamm, das der Welt Sünde trägt, verleihe uns stäten
Frieden! Christe, erhöre uns.
Ach HErr handle nicht mit uns nach unsern Sünden,
und vergilt uns nicht nach unserer Missethat.
HERR, barmhertziger GOtt und Vatter, der du der
Elenden Seuftzen nicht verschmähest, und der betrübten
Hertzen Verlangen nicht verachtest, siehe doch an unser Gebeth,
welches wir dir in unserer Noth fürtragen, und erhöre uns
gnädiglich, daß alles, so beides von Teuffel und Menschen,
wider uns strebet, zunichte, und nach dem Rath deiner
Güte zertrennet werde, auff daß wir, von aller Anfechtung
unversehret, dir in deiner Gemeinde dancken, und dich alle—
zeit loben, durch unsern HErrn JEsum Christum, deinen
Sohn, der mit dir in Einigkeit des heiligen Geistes regieret
und herrschet immer und ewiglich, Amen.

Gebeth so gemeiniglich nach den Predigten zu sprechen.
Allmächtiger, barmhertziger GOtt, ewiger Vatter unsers
Heilandes JEsu Christi, Erschaffer samt deinem Sohn, und
heiligen Geist, wir bitten dich hertzlich, du wollest deine
Heil. Kirche mit ihren Dienern und Zuhörern, durch deinen
Heil. Geist in diesen Landschafften selbst regieren, auff daß sie
bey der rechtschaffenen Weyde deines Allmächtigen und ewigen
Worts, und vor aller falscher Lehre, rein erhalten werde,
dardurch der rechte Glaube gegen dir gestärcket, und die Liebe
gegen allen Menschen in uns erwachse und zunehme. Wollest
auch dem Römischen Kayser, und anderer vorgesetzten Obrig—
keit, Insonderheit aber unseren Durchlauchtigst gnädigsten
Herrschafften wie auch dem Erbvereinten Fürstlichen Gesamt—
haus Nassau und allen dessen hohen An- und Zuverwandten
langes Leben, beständige Gesundheit, samt aller zeitlichen
und ewigen Wohlfarth verleihen: auch Deroselben Räthen
und Amtleuten Gnade und Einigkeit geben, die Unter—
thanen nach deinem Göttlichen Willen und Wohlgefallen zu
regieren, auff daß die Gerechtigkeit gefördert, die Bosheit
aber verhindert und gestrafft werde, darmit wir in stiller
            
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