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seiner (oder ihrer) Eltern überschritten, die Gemeine Gottes
verergert, vnd also sich von Gotte vnd seiner lieben Kirchen
vnd Gemeine abgesondert vnd außgeschlossen hat, dieses er—
kennet und bekennet er (oder sie) allhie offentlich für Gott
vnn seiner Kirchen und Gemeine, vnd ist ihm (oder jr) von
hertzen leid, hat aber doch das starcke vertrauwen vnn die
zuversicht zu Gott, er werde ihm (oder jr) auß vnerforsch—
licher seiner gnade und barmhertzigkeit solche vnnd alle andere
seine Sünde vmb seines lieben Sohns vnsers einigen Hey—
lands vnd Seligmachers Christi Ihesu willen gnedigklich
verzeihen vnd vergeben, vnd in solchem Glauben und ver—
trauwen bittet er (oder sie) Gott vnd seine liebe Kirche
vnd alle Christgleubige, die er (oder sie verergert oder be—
leidiget hat, sie wollten im (oder ihr) seine (oder jhre) Sünde
gnedigklich Brüderlich und Schwesterlich verzeihen vnd ver—
geben: Ist auch deß Christlichen vorsatzes, daß er (oder sie)
dermittelst Göttlicher hülff vnd gnaden, dieser vnd aller
anderer Sünden, sie seyn heimlich oder öffentlich wider sein
gewissen, sich hinforders eussern vnd enthalten wölle, welches
er (oder sie) dann gestern von den Eltesten vnd vorstehern
dieser Kirchen mit ausgedruckten worten bekandt vnnd zu—
gesaet, vnnd jetzunder, daß es noch seine (oder ihre) ernstliche
gentzliche meinung sey, mit seiner (oder ihrer) gegenwertig—
keit allhie vor Gotte vnd seiner lieben Kirchen vnnd Ge—
meine bezeuget, wie jhr dann auch auß seiner (oder jhrer)
selbß eigener bekandtnuß anhören vnd vernemen solt.“
Hierauf werden der betreffenden Person die Fragen
vorgelegt, ob dieses, was sie jetzt gehört, ihre aufrichtige
Meinung sei und im Bejahungsfalle, ob sie sich in allem
Ernst in Zukunft vor solchen Sünden hüten wolle und solches
vor Gott und der Gemeinde fest verspreche. Hierauf soll
sie sagen: Ja durch Gottes Gnade und Hülfe des heiligen
Geistes wolle sie sich bessern und vor allen Sünden und
Aergernissen hüten. Darauf soll der Pfarrer folgendes ver—
kündigen:
„Dieweil dann nun Gott selbßt in seinem heyligen Gött—