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und die Gemeinde nichts einzuwenden haben, angestellt werden
soll. — Die Ordination verläuft folgendermaßen:
1. Der Superintendent oder sein Vertreter hält zuerst
eine Predigt, welche 1/, oder *, Stunde dauert, und fordert
zur Fürbitte für den neuen Pfarrer auf. 2. Hierauf tritt
er mit zwei Kollegen vor den Altar, vor welchem der
Ordinand steht. Die Gemeinde stimmt an: Komm heiliger
Geist. 3. Dann erfolgt eine Ansprache des Superinten
denten an die Gemeinde, an welche sich einige wichtige
Schriftstellen über das Amt anschließen. 4. Es schließt sich
die Rede des Superintendenten an den Ordinanden an,
worin er ermahnt, daß der Pfarrer nach Schrift und Be—
keuntnis lehre, die Sakramente recht verwalte, das Leben
der Gemeinde überwache, die Kinderlehre mit Fleiß treibe,
die Kranken besuche, die Toten zum Begräbnis leite, der
Armen, Hospitale und Schulen sich annehme, selber in
Haus und Gemeinde ein gutes Vorbild gebe, und ohne
Menschenfurcht seines Amtes walte.
5. Nunmehr wird der Ordinand gefragt, ob er diesen Ver—
pflichtungen treu und gewissenhaft nachkommen wolle, worauf
der Ordinand sein Gelübde ablegt: „Ich bekenne wol, daß
es ein schwer Ampt ist, darinn ich mich begeben wil, die—
weil ich aber doch ordentlich hierzu beruffen bin vnd mich
auff die gnädige Göttliche Hülff, die er allen seinen be—
ruffenen Dienern zugesagt vnd auff das Gebet der gemeinen
Christlichen Kirchen gäntzlich verlasse, So gelobe vnd ver—
heisse ich allhie vor dem Angesicht Gottes vnd der Christ—
lichen Gemein, alles, was mein Ampt erfordert, nach allem
meinen vermögen, mit Gottes hülff trewlich zu leisten vnd
zu verrichten.“ Hierauf ermahnt der Superintendent die
Gemeinde zum Gebet, das er ihnen vorspricht. 6. Nach
diesem Gebet kniet der Ordinand am Altar, und unter Hand—
auflegung setzt ihn der Superintendent in sein Amt ein mit
den Worten: „So ordne vnd bestetige ich nun, von wegen
—
ordentlichen Diener der Kirchen, vnd Lehrer deß heiligen