dieses Gebet schließt sich ein solches an Jesus Christus an,
voll Dank, daß er durch seine Erscheinung und seinen Tod
und Auferstehung uns so überreich gesegnet hat, worauf
noch eine innige Bitte folgt. — Dann heißt es: „Hernach
spricht oder singet der Priester das Vatterunser vnd die
wort von dem Leib und Blut Christi, oder mag die Kirche
das Vattervnser Teutsch mit einander singen.“ Hier folget
in der Wolfgang'schen K. O. noch der Satz: „Vnd sol als—
denn der Priester nach dem er zuvor Brot und Wein zu
des Herrn Abendmal für sich gestelt, die Stifftung des Abend—
mals mit lauter verstendlicher stimme verlesen oder singen.“
Die Hessische K. O. von 1574 redet nur vom Verlesen
der Einsetzungsworte. Es folgt nun in unsrer K. O. der
Abschnitt „Die Wort oder stiftung des Abendmals“, eben—
falls aus der in Ursel gedruckten Pfalz-Zweibrücken'schen
K. O. entlehnt, nur steht hier in der ersten Zeile Jesus Christus,
dort bloß Ihesus, und am Schluße des Abschnitts fehlen die
dort S. 103 stehenden Worte „Vnd sol die Elevation in
allen Kirchen abgetan sein“ und sich direkt anschließend
der Satz: „Wie wohl nu beide, Brot vnd Weiun, was
zu dem gegenwertigen Abendmal gebraucht wird, durch die
stifftung Christi, welche auch insonderheit verlesen wird, ge—
nugsam geweihet sein, Vnd bedarf derhalben nicht andrer
wort mehr. Und zu mehrer ermanung mag der Kirchen—
diener in Darreichung des Leibes Christi, zu einem jeglichen
vngefehrlig solgende Wort sprechen:
Nimm hin und iß, das ist der Leib Christi, der für
dich gegeben ist, und
Nimm hin vnd trincke, das ist das Blut des Neuen
Testaments, das für deine sünde vergossen ist.“
Das Brot wird an der einen Seite des Altars gereicht,
der Kelch an der andern. Während kommuniecirt wird, siugt
die Gemeinde: Gott sei gelobt und gebenedeyt, oder Jesus
Christus unser Heiland, oder den Psalm: Ich danke dem
Herrn und zuletzt: O Lamm Gottes unschuldig, oder Christe,