Full text : Die von den Grafen Albrecht und Philipp im Jahre 1576 publizierte Nassau-Saarbrücken'sche Kirchenordnung und Agende und ihre Weiterentwicklung

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Das fünffte Gebott.
Du solt nicht tödten.
Das sechste Gebott.
Du solt nicht ehebrechen.
Das siebente Gebott.
Du solt nicht stehlen.
Das achte Gebott.
Du solt kein falsch Zeugniß reden wider deinen Nächsten.
Das neunte Gebott.
Du solt nicht begehren deines Nächsten Hauß.
Das zehende Gebott.
Du solt nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht,
Magd, Viehe, oder alles, was sein ist.
Was sagt Gott zu diesen Gebotten allen?
Er sagt also:
Ich der HErr dein ECOtt, bin ein eiffriger GOtt, der
über die, so mich hassen, die Sünde der Vätter heimsuchet
an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied; aber denen,
so mich lieben, und meine Gebotte halten, thue ich wohl bis
ins tausende Glied: Exodi 20.
Was ist das?
GOtt dräuet zu strafen alle, die diese Gebotte über—
tretten; darum sollen wir uns fürchten für seinem Zorn,
und nicht wider solche Gebotte thun: Er verheisset aber
Gnade, und alles Gutes allen, die solche Gebotte halten;
darum sollen wir ihn auch lieben, ihm vertrauen, und gern
thun nach seinen Gebotten.
Wer hat die zehen Gebotte gegeben?
GOtt der HErr hat sie gegeben auff dem Berg Sinai
in zwo steinernen Taffeln.
Worzu sind uns die zehen Gebotte gegeben?
Erstlich, daß wir daraus lernen die Sünde vor GOtt
erkennen; darnach, daß wir lernen die Wercke erkennen, die
wir thun sollen, daß wir ein Christlich und ehrlich Leben führen.
            
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