Full text : Die von den Grafen Albrecht und Philipp im Jahre 1576 publizierte Nassau-Saarbrücken'sche Kirchenordnung und Agende und ihre Weiterentwicklung

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wie du uns denn erwehlet hast durch denselben, ehe der
Welt Grund geleget war, und hast uns wissen lassen das
Geheimniß deines Willens, nach deinem Wohlgefallen, und
dasselbige herfürbracht durch Ihn, daß es gepredigt wurde
jetzt, da die Zeit erfüllet ist, durch welchen wir jetzt hören
das Wort der Wahrheit, nehmlich das Evangelium von
unserer Seeligkeit, durch welchen wir auch haben Freudig—
keit und Zugang in aller Zuversicht durch den Glauben an
dich. Denn ausser demselben ist kein ander Heil, ist auch
kein ander Name den Menschen gegeben, darinnen wir sollen
seelig werden, denn allein in dem Namen Jésu, welcher ist
der Weg, die Wahrheit und das Leben, die Thür und Pforten
zum Himmelreich, der mit dem vollkommenen Opffer seines
unbefleckten Leibs uns eine ewige Erlösung, ohne alle unsere
Wercke und Verdienst, erworben hat. Denselbigen hast du
von den Todten aufferwecket, und gesetzt zu deiner Rechten
im Himmel, über alle Fürstentum, Gewalt, Macht, Herr—
schafft, und alles, was genannt mag werden, nicht allein in
dieser Welt, sondern auch in der zukünfftigen. Wir bitten
dich dieweil dich erkennen, und deine Macht wissen, eine
Wurtzel des Lebens ist, du wollest uns bey solchem heil—⸗
wärtigen Glauben und Erkanntniß vest erhalten, durch IJEsum
Christum, unsern HErrn, Amen.

Hiermit schließen wir die Gebete, aus denen auch unsere
Zeit noch viel lernen kann.
Den 7. Abschnitt über den Katechismus habe ich
oben schon besprochen.
Was den 8. Abschnitt über die Taufe betrifft, so ist die
Form zu taufen dieselbe wie in der früheren K. O. und verweise
ich auf das dort Gesagte. Hinzugefügt wird hier nur folgendes:
Die Pfarrer mußten jeden Täufling auch auf der Kanzel
ausdrücklich ins gemeine Gebet mit einschließen. In dieser
S. 74 mitgeteilten Notiz interessiert uns auch der Umstand,
daß also das allgemeine Kirchengebet auf der Kanzel ge—
sprochen wurde. Auf S. 76 Pos. 10 lesen wir ferner, daß
            
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