Full text : Die von den Grafen Albrecht und Philipp im Jahre 1576 publizierte Nassau-Saarbrücken'sche Kirchenordnung und Agende und ihre Weiterentwicklung

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deinem vätterlichen Willen auffnehmen und erkennen. Wollest
auch allerley Früchte der Erden, zur leiblichen Nothdurft
gehörig, mit fruchtbarer Wachsung gerathen und gedeihen
lassen. Wir bitten dich auch, O ewiger GOtt, vor alles das,
dafür du wilt gebethen seyn, daß du uns solches gnädiglich
verleihest, durch das bitter Leiden und Sterben JEsu Christi,
deines geliebten Sohns, unsers einigen Seeligmachers, welcher
mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regieret, wahrer
GOtt hochgelobt in Ewigkeit, Amen.

Gebeth für die Früchte des Landes.
Ach HErr allmächtiger GOtt, der du durch deine über—
schwengliche Güte den gantzen Erdboden mit allerley Früchten
und edlen Gewächsen geziert und erfüllet hast, zu dir schreyen
wir, deine arme Kinder hie auf Erden, du wollest uns doch
gute Witterung verleihen, daß wir sie auch zu unserem Nutz
einsammlen, und ihrer ins künfftig mit Dancksagung geniessen
mögen. Behüte vor Theurung, vor Hunger und Kummer,
uund verlasse uns ja nicht mit leiblicher Nahrung, die wir zu
unserer Unterhaltung nicht entrathen können, auf daß wir in
allen Dingen deine göttliche Krafft und milde Hand mit Danck—
sagung erkennen, und dich preisen, der du uns reichlich ernehrest
an Leib und Seel hie zeitlich und dort ewiglich, Amen.

Dancksagung vor Errettung von gemeinem Jammer.
O Allmächtiger, ewiger GOtt, gnädiger und barmhertziger
Vatter, der du aus besonderem Vätterlichen Rath unsere
Nachlässigkeit und Sicherheit, und andere unsere heimliche
und offentliche Sünde und Undanckbarkeit, für dein heiliges
Wort und große Gnade, billig heimgesucht, und nach deinem
gerechten Gericht uns, dieweil wir uns nicht selbst gerichtet,
und zu wahrer Buß und Glauben an den HErrn Jesum
durch die Predigt deines Worts bewegen lassen, bis daher
unter deiner Ruthen (der Pestilentz, Krieg, Theurung, Ver—
folgung, ꝛc.) (Hie wird eben die Noth und Straff benennet,
so vorhanden gewesen, und von Gott abgewendet worden
ist ꝛc.), damit wir nicht in unserm sichern unbußfertigen
            
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