Full text : Die von den Grafen Albrecht und Philipp im Jahre 1576 publizierte Nassau-Saarbrücken'sche Kirchenordnung und Agende und ihre Weiterentwicklung

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hie zeitlich gestraft werden, dann dort in jenem Leben, und
wir wollen lieber in die Hände des Herrn fallen, als in
die Hände der Menschen, dann seine Barmhertzigkeit ist sehr
groß. O gütiger Vatter, erhalt uns in wahrem Glauben
an JEsum Christum, welcher die ewige Versöhnung und das
vosllkommene Opffer für unsere Sünde ist, Amen.
Ein ander kürtzer Gebeth wider die Pestilentz.
XIV.
Barmhertziger ewiger GOtt, wir bekennen, daß wir die
Straf der Pestilentz, und was du uns zusendest, mit unsern
Sünden sehr wohl verdienet haben; bitten aber deine Barm—
hertzigkeit, du wollest uns durch JEsum Christum, deinen
Sohn, unsere Sünde gnädiglich verzeihen, und die wohlver—
diente Straf derselbigen von uns nehmen, oder geben deinen
heiligen Willen zu erkennen, und mit Geduld zu tragen,
durch JEsum Christum unsern HErrn, Amen.

Ein Gebeth zur Zeit der Theurung, Ungewitter,
Sterbsläufft, Kriegsgefahr, oder anderer gemeinen
Anliegen der Christenheit, mutatis mutandis.

XV.
Allmaͤchtiger ewiger GOtt, Vatter unsers HErrn Jesu
Christi, wir arme betrübte Sünder bekennen hertzlich und
demüthig, vor deinem Heiligen göttlichen Angesicht, daß wir
nicht allein die gegenwärtige Plagen, (Theurung, Kriegs—
gefährlichkeit, Ungewitter, Sterbesläufft, ꝛc.) damit du uns
heimsuchest, sondern auch andere große Strafen, ja auch
den ewigen Tod, mit unsern vielfältigen Sünden und un—
bußfertigen Leben wohl verdienet haben. Dieweil du aber
unser lieber Vatter bist, und an unserem Verderben keine
Lust hast, sondern wilt, daß wir durch solche Züchtigung
von unsern Sünden uns zu dir bekehren: So bitten wir
dich von Hertzen, du wollest uns um deines Sohns, unsers
Heilandes JEsu Christi, willen, solche unsere Sünde gnädig
verzeihen, und durch deinen Heil. Geist in uns wircken, daß
wir diesen deinen gerechten Zorn wahrhafftig erkennen, und
            
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