Full text : Heimatkunde des Regierungsbezirkes Trier und des Saargebietes

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vom Kreis Ottweiler begrenzt.
Die höchsten Berge des Kreises sind der Füsselberg
bei Fr eisen (695 wm) und der Bosenberg bei St. Wendel
(490 m). Die Mehrzahl der Bewohner beschäftigt sich mit
Ackerbau und Viehzucht. Ersterem dient des Bodens,
während die Holzungen etwa und die Wiesen /, betragen.
Der Kreis hat auch große Wildländereien, die als Weide—
plätze für Rindbieh, Schafe und Schweine dienen. In der
Umgegend von St. Wendel wird Tabak gezogen, der in
St. Wendel verarbeitet wird. Der Handel beschränkt sich
auf die entbehrlichen Erzeugnisse der Landwirtschaft und
auf Vieh, namentlich auf junge Schweine. Erfolgreicher
Obstbau wird besonders in dem südwestlichen Teile des
Kreises betrieben; einige Orte im Glangebiet haben auch
Weinbau. Die Industrie ist nur wenig vertreten.
Außer der Blies bewässern den Kreis St. Wendel
auch die Nahe und der Glan (ein Nebenfluß der Nahe)
mit ihren Zuflüssen. Die Nahebahn, welche den Kreis im
Südwesten durchschneidet, tritt in das Fürstentum Birken—
feld ein und berührt den Hreis in der Fortsetzung nur mehr
auf der Nordgrenze. Nebenstrecken im Kreise sind die Glan—⸗
bahn und die Zweigbahnen St. Wendel-Tholey und Heim—
bach-Paumholder.

Außer 1 Stadt (St. Wendel) sind in dem Kreise 94 Land—
gemeinden und im ganzen 200 Wohnplatze vorhanden. durch
den Friedensvertrag kam der kleinere, südwestliche Teil desselben
(die Bürgermeistereien St. WendelStadt, St. Wendel-Land
und Alsweiler) zum Saargebiet; die Kreisverwaltung des deim
Regierungsbezirk Trier verbliebenen Teiles wurde nach Baum—
holder verlegt.
Die Kreisstadt St. Wendel (8000 E.) liegt an der Blies
und hat als Handels- und Marktort einen RNamen. Die Stadi
besitzt eine große Eisenbahnwerkstätte, ein Gymnasium, ein
kath.) Lehrerseminar, eine Ackerbauschule und Tabakfabriken.
Sie verdankt Entstehung und Namen dem hl. Wendelinus,
dessen Gebeine in der Pfarrkirche ruhen; derselbe führte hiet
in einer selbst erbauten Hütte ein Einsiedlerleben. Unfern der
Stadt ist der Wendelinsbrunnen, welcher von vielen Wall—
fahrern besucht wird. In halbstündiger Entfernung von der
Stadt liegt das sehr beguüterte Missionshaus (Stehler Missions-
            
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