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nach und nach durch Anbauer, welche die Nähe des Klosters
NReumünster herbeizog. Stadt wurde Ottweiler erst im Jahre
1652. Der größte Ort des Kreises und die größte Landgemeinde
des Regierungsbezirks ist NReunkirchen (636000 E.) Der
Ort liegt auch an der Blies und besitzt das berühmte Stummsche
Eisenhüttenwerk mit 5000 Arbeitern; er hat guch Dampfkessel
und Maschinenfabriken und Kokswerke. In der Nähe sind die
sohlengruben Heinitz und Dechen, Heinitz hat eine große Kokerei,
deren Abgase eine der größten Überlandzentralen Deutschlands
treiben. Wiebelskirchen (9000 E.) und Schiff—
weiler (9500 E.) sind große Bergmannsdörfer. IIlingen
(4000 E.) ist alten Ursprungs und besitzt eine Burgruine.
Tholey (1200 E.) hatte früher eine berühmte Abtei; die
prächtige Klosterkirche ist noch vorhanden und mit Staatsmitteln
wieder hergestellt. Die Gründung der Abtei reicht bis in das erste
Viertel des 7. Jahrh. hinauf. Nördlich von Tholey liegt der
570 m hohe Schaumberg, der höchste Punkt des Kreises.
Schon zur Römerzeit wurde auf demselben eine Befestigung
und auf deren Trümmern später eine Burg erbaut. Die Um—
gegend von Tholey zeigt deutliche Spuren römischer Ansied—
58 dn Teil der Buͤrgermeisterei Tholey führt den Namen
„Bohnental“.
842. Der Kreis St. Wendel.
Die Landesteile, welche jetzt den Kreis St. Wendel
bilden, wurden 1815 an den Herzog von Sachsen⸗Koburg-Saalfeld
abgetreten als Vergeltung für die Dienste, welche
er im Kriege gegen Frankreich geleistet hatte. Denselben
wurde 1819 der Name ‚„Fürstentum Lichtenberg“ bei—
gelegt. Infolge der 1830 in Frankreich ausgebrochenen
Revolution kam es auch in dem Fürstentum Lichtenberg
zur Auflehnung gegen die Obrigkeit, so daß preußische
Truppen Ruhe und Ordnung wieder herstellen mußten.
Diese Vorgänge verleideten dem Herzog den Besitz des
kleinen Fürstentums, das von seinem Erblande so weit
entlegen war. Er trat es gegen eine Jahresrente von
240 000 Mk. an Preußen ab. 1834 wurde es als Kreis
—AD
Kreis St. Wendel ist der südöstlichste Teil des Regierungs—
bezirks und dehnt sich als lange und schmale Landstrecke auf
dem rechten Naheufer aus. Derselbe wird im Nordwesten
vom Fürstentum Birkenfeld, im Osten vom Regierungs—