Full text : Heimatkunde des Regierungsbezirkes Trier und des Saargebietes

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Höhenrücken durchzogen, die namentlich im Süden von
prachtvollen Buchenwaldungen bedeckt sind. Etwa der
vierte Teil des Kreises ist bewaldet, während das Ackerland
stark die Hälfte einnimmt. Der Boden ist durchweg recht
fruchtbar. Die angebauten Getreidefrüchte reichen jedoch
für den Bedarf des Kreises nicht aus, wogegen die saftigen
Wiesen im Blies- und Ostertal und die reichlich vorhandenen
Kleeäcker Grünfutter und Heu genug liefern. Im nördlichen
 Teil des Kreises ernährt sich die Bevölkerung
hauptsächlich von Ackerbau und Viehzucht. Der süd⸗
liche Teil schließt sich an das Saarbrücker Industriegebiet
an und enthält ergiebige Steinkohlengruben und eine
nennenswerte Eisenindustrie. Daher beschäftigen sich die
zahlreichen Bewohner des Südens besonders in den Berg—
und Eisenwerken sowie in den Fabriken. Die meisten
Industriearbeiter sind hier in der glücklichen Lage, nach der
Schicht ihren Garten oder einen kleinen Acker bebauen zu
können. Sie betreiben auch mit Vorliebe Kleintier-, be⸗
sonders Ziegen- und Kaninchenzucht. Die ausgedehnte
Gewerbtätigkeit des Kreises erklärt dessen große Be—
völkerungsdichtigkeit (auf 1 4km im Durchschnitt 415 Ein⸗
wohner), so daß er nach Saarbrücken der am dichtesten
bevölkerte Kreis des Regierungsbezirks ist.
Das größte Gewässer des Kreises ist die Blies.
Diese empfängt links (bei Wiebelskirchen) die Oster. In
der Nordhälfte des Kreises fließen der Thelbach mit
dem Dirmingerbach, Nebengewässer der Prims. Von
Eisenbahnen, deren Knotenpunkt Neunkirchen ist,
—DDD—
Bingerbrüch, die Fischbachbahn (Neunkirchen —Wemmets⸗
weiler ·Saarbrücken), die Linien Neunkirchen —Wemmets⸗
weiler · Lebach Nonnweiler, Neunkirchen — Dechen —Hei⸗
nitz und Neunkirchen —Homburg.
Der Kreis hat 1 Stadt- und 44 Landgemeinden
(142 Wohnplätze).
Ottweiler (7000 E.) die Kreisstadt, liegt in einem
schönen Tale gn der Blies. Die Stadt hat ein (evang.) Lehrer⸗
eminar, eine Chamotte⸗ und eine chemische Fabrik. Sie entstand
            
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