Full text : Heimatkunde des Regierungsbezirkes Trier und des Saargebietes

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Friege, unter Ludwig XIV. und während der französischen
Revolution. 1794 wurde das Land Saarbrücken mit Frauetin
vereinigt und 1815 wieder an Preußen abgetreten. (15. 51.)
Bei Saarbrücken war in dem Kriege von 1870/71 ber
erste Zusammenstoß der kämpfenden Heere. Am 2. August 1870
besetzten die Franzosen Saarbrücken und beschädigten bei der Be—
schießung von St. Johann den Bahnhof. Am 5. August verließen
ie die Stadt wieder und setzten sich auf den Spicherer Höhen
fest. Diese ziehen sich etwaStunde südlich von der Stadt hin
und überragen das vorgelagerte Tal bedeutend. Am 6. August
wurden sie von den preußischen Truppen unter großen Opfern
erstürmt. Die dabei gefallenen und durch die hiert er—
haltenen Wunden gestorbenen deutschen Helden wurden später
meist in dem näher zu Saarbrücken gelegenen „Ehrental“, einem
stillen Friedhof mit schönen Grabmälern; bestatiet. Der viel
besuchte Friedhof ist mit wohlgepflegten Anlagen umgeben.
Auch sonst hat die Umgegend noch viele Soldatengräber. Viele
der im Weltkrieg gefallenen Saarbrücker, insbesondere auch die
ahlreichen Opfer der feindlichen Fliegerüberfälle, haben auf
em neuangelegten Zentralfriedhof ihre leßte Ruhe—
stätte gefunden.
Auf dem Halberg bei Brebach ist das eee
Schloß des verstorbenen Freiherrn von Stumm und am Fuße
desselben eines der größten Eisenwerke, in dem etwa 5000 Ar⸗
beiter beschäftigt sind. Kleinblittersdorf hat eine
bekannte Tonwarenfabrik und Kalkwerke, Rilchingen ein
Solbad. Völklingen (18000 E.) hat ein bedeutendes
Eisen⸗ und Stahlwerk. Es ist Sitz eines Amtsgerichtes und hat
ein Realgymnasium. Eine elektrische Straßenbahn verbindet
es mit dem Warndt. Püttlingen (17000 E.) und Heus—
weilLer, liegen im Köllertale. Quierschied (7000 E.)
und Friedrichstal (13000 E.) hatten früher bedeutende
Blassshütten. Sulzbach (23000 E.) mit vielen Grubenanlagen
ind Eisenwerken. Dud weiler (22000E.) hat auch viele Kohlen⸗
zruben, eine Eisengießerei und eine Maschinenwerkstätte. In
der Nähe ist ein vor mehr als 200 Jahren durch Selbstentzündung
eines Kohlenflözes in Brand geratener Berg („der brennende
Berg“). Die Ausbreitung des Feuers hat man durch Abmauerung
verhindert. Aus den Rissen und Spalten des nackten Felsgesteins
dringen heiße Dämpfe hervor. Großrosseln mit der
Brube Velsen. Im«Lauterbachtale SFudweiler und
Lauterbach.

8 41. Der Kreis Ottweiler.
Der Kreis Ottweiler ist der kleinste unter den Land⸗
kreisen des Regierungsbezirks Trier. Er wird von vielen
            
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