Full text : Heimatkunde des Regierungsbezirkes Trier und des Saargebietes

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östlich der Saar ist wenigstens die Hälfte der männlichen
Bevölkerung in Bergwerken beschäftigt. Der Beschäftigung
nach sind die Bewohner des Kreises zu je Bauern,
Bergleute, Fabrikarbeiter und Handwerker. Infolge der
vielen gewerblichen Unternehmungen ist der Handel be—
deutend. Er erstreckt sich auf Steingut- und Porzellan—
waren, auf Steinkohlen, Glas, Blech, Eisen, Feld⸗ und
Gartenfrüchte und Vieh. Dem lebhaften Handel des Kreises
kommen die vielen Verkehrswege zustatten. Unter diesen
ist in erster Linie die Saarbahn zu nennen. Sie besteht seit
1860. Ihre Länge im Kreise Saarlouis beträgt 16,6 km.
Daran liegen die Bahnhöfe Dillingen, Saarlouis, Ensdorf
und Buß. Von dieser zweigen sich ab 1. in Buß über Fürsten⸗
hausen eine Bahn nach Saarbrücken (auf der linken Saar—
seite), 2. in Dillingen eine Bahn durch das Primstal (diese
mündet in Primsweiler in die Bahn Hermeskeil⸗-Wemmets⸗
weiler, die den östlichen Teil des Kreises durchschneidet),
3. in Dillingen eine Bahn durch das Niedtal nach Busen⸗
dorf⸗Metz, 4 die Bisttalbahn von Buß und Völklingen nach
Diedenhofen. Von Kleinbahnen sind die Linien Ensdorf—
Wallerfangen und Saarlouis⸗-Roden-Fraulautern zu nennen.
Außerdem hat der Kreis noch eine elektrische Kreisbahn,
die sich in zahlreichen Verzweigungen durch den ganzen
Kreis erstreckt; sie führt nach Dillingen, Saarwellingen,
Fraulautern, Ensdorf, Buß, Schwalbach und Wadgassen.
Die größten Gewässer des Kreises sind die Saar mit ihren
Nebenflüssen Prims und Nied.
Der Kreis hat eine Stadt und 78 Landgemeinden oder im
ganzen 186 Wohnplätze.
Die verkehrsreiche Kreisstadt Saarlouis hat eine
Garnison, ein Gymnasium, ein Lyzeum und eine landwirt⸗
schaftliche Winterschule. Sie ist der Geburtsort des Marschalls
Ney. Die Stadt wurde von Ludwig XIV. (1680 - 1685) als
Festung erbaut. Um sie rasch zu bevölkern, wurden allen den⸗
jenigen, die sich da niederlassen wollten, größere Rechte und
Freiheiten verliehen. In den Jahren 1681 und 1682 wurden
der Gerichtshof, die Wochen- und Jahrmärkte nach Sagrlouis
verlegt. Nun siedelten fast sämtliche Einwohner von Waller⸗
—DDD—
nach Saarlouis über. Jeßtzt ist es entfestigt. Durch eine Klein⸗
            
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