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Trier den besten Ackerboden des Moseltales. Sehr ertrag⸗
reich ist die Kalkhochebene zwischen der Sauer und der
Kyll, wo in günstigen Jahren die Ernte den Bedarf über—
steigt; auf dem Hochwald dagegen herrscht oft Mangel an
Winterfrüchten, während Hafer und Kartoffeln im Überfluß
erzeugt werden. Für das zur Unterhaltung des Vieh—
bestandes nötige Futter ist durch Wiesenheu und die mannig—
fachsten Futterkräuter gesorgt. In der Umgebung von
Trier, besonders in den Gemeinden Euren, Zewen, Ehrang
und Pfalzel, ist der Gartenbau bedeutend; seine Erzeugnisse
werden auf den Markt nach Trier gebracht.
Die Weinberge, die stark 196 des Bodens ausmachen,
sind in die Täler der Mosel, Saar, Sauer und Ruwer ver—
teilt; selbst die steissten Abhünge sind oft bis zur Spitze mit
Reben umrankt. Zu den besten Weinen des Kreises gehören
der Oberemmeler, Grünhauser, Caseler, Avelsbacher, Tier⸗
gärtner und Cönener. Der Obstbau, der in erster Linie
Trankobst berücksichtigt, hat namentlich in den Talgegenden
eine große Ausdehnung erlangt. Die großen Waldungen
des Kreises liefern Brennholz in Überfluß, auch Nutzholz
und viel Lohe. Viele Gemeinden der höheren Gebirgs—
gegenden auf der rechten Moselseite besitzen ausgedehnte
Wildländereien, welche als Weideplätze für Rindvieh,
Schafe und Schweine Verwendung finden. Die Größe des
Ackerlandes steht hinter der der Holzungen zurück, die etwa
2/3 des Bodens ausmachen. Wenn auch Ackerbau, Viehzucht,
Obst- und Weinbau die Haupterwerbsquellen des Kreises
bilden, so ist jedoch die Industrie keineswegs unbedeutend.
Sie umfaßt Steinbrüche, Schiefergruben, Eisenwerke
Quint), Mosaikplatten (Ehrang), Tonwarenfabriken, Ger⸗
bereien und Brauereien.
Der Kreis hat viele größere Gewässer. Außer der
Mosel durchfließen ihn von ihren Nebenflüssen die Sauer.
Kyll, Saar, Ruwer und Dhron. Die tief eingeschnittenen
Taäͤler dieser Moselzuflüsse sind reich an Naturschön—
heiten (Dhrontalsperre). Ein ẽkweitverzweigtes Eisen⸗
hahnnetz fördert den Handel und Verkehr des Kreises.
Außer der Mosel-, Saar⸗, Kyll- und (der huxemburgischen)