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sägewerke sowie eine kleine Eisenfabrik Traubenkelter) hat.
—X der Nahe ist die Lungenheilstätte Grüsne wald, Die
Ztadt ist fehr alt. Nach keiner Volkssage soll sie Entstehung
mid Namen dem 69 nach Christi ermordeten römischen Kaiser
vitellius verdanken. Soviel ist sicher, daß eine römische Nieder⸗
affung da bestand. 1201 erhielt Wittlich Stadtrechte; Erzbischof
ßaldun umgab es (1317) mit Mauern. Später wurde ein
Zchloß da erbaut, in dem sich die trierischen Erzbischöfe oft
wufhielten. Stadt und Schloß wurden, von den Frauzosen 1689
zerstört. Der vorletzte Kurfürst ließ ein neues Schloß erbauen
das nach ihm Philippsfreude benannt, und 1804 auf Abbruch
Jersteigert wurde. Wo die dazu gehörigen Okonomiegebäude
fanden, ist jeßt das Kreisgebäude. An der Lieser hat man
sberreste einer römischen Villa gefunden. Südlich von Wittlich
üegt der berühmte Wallfahrtsort Eberhardsklausen
der Klausens der seine Entstehung auf, einen schlichten
udmann von Esch, namens Eberhard (gest. 1451), zurückführt.
Pießportad. d. Mosel hat als Weinort einen guten Namen.
Finige wollen den Namen von Pippin ableiten; denn Piesport
war ursprünglich ein Besitz des karolingischen Hauses. Minhe
im'd d. Mosel. Ofsann wird zuerst im J. 1180 genannt
ind hieß im 16. Jahrh. Uhsen, später Osen und Osan. Uerzig,
a. d. Mosel, ist sehr aAll und' ein bedeutender Weinort. Adela,
des Königs Dagobert II. Tochter, soll im Jahre 690 ihre Be—
ißungen zu Uerzig dem von ihr gestifteten Frauenkloster zu
Pfalzel vermacht haben. Die unterhalb des Dorfes gelegene
Urley war schon im 11, Jahrh. befestigt. Den östlichen Teil
des Kreises macht das ehemalige Cröver Reich aus, ie die
Drte Cröv, Kövenich, Kinheim, Kindel, Reil, Bengel, Hetzhof
und Erden (Greis Bernkoftel) umfaßte. Crßv (I600 E.) ist
sehr all und war urspruͤnglich ein fränkischer Königshof;
es treibt gleich Reil und Kinheim viel Weinbau.
SZpringiersbach war ein 1107 gestiftetes Augustinerkloster
imnd fpäter ein adeliges Ritterstift. Mandersche id (860 E.)
erhebt sich auf einem VBergrücken, an der Lieser. Wegen seiner
unvergleichlich schoͤnen Lage und seiner interessanten Umgebung
vird biese Herle der Eifel namentlich im Sommer von vielen
Fremden besucht. Eine reizende Aussicht gewährt der Ort auf
hie gegenüͤberllegenden Burgruinen. Er, verdankt Namen und
Eutstehung der vberen Burg, deren Schicksal er auch teilte.
dieselbe entstand spätestens in der ersten Hälfte des 8. Jahr⸗
hunderts, währeud die untere Burg um 880 erbaut worden
ein foll. Die Burgen waren oft der Schauplatz erhitterter
Fehden, welche die Grafen von Manderscheid unter sich oder
mit audern Fürsten führten. Der Mannesstamm der Grafen
hon Manderscheid erlosch im Jahre 1780. Bei einer Teilung im
12. Jahrh. erhielt Graf Richard Niedermanderscheid, Buchholz,