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Den Gipfel eines Berges bei dem Orte krönen die spärlichen
steste einer Burg der Grafen von Blankenheim. Von dem Dorfe
dissingen, wo noch zwei, Burgen vorhanden sind, führte
m Mittelalter ein adeliges Geschlecht seinen Namen. Jünkeath
hat ein großes Hüttenwerk, und eine Eisenbahnwerkstätte.
Fs befinden sich da Überreste eines 162 a großen römischen
Fastells, durch das die römische Militärstraße von Trier nach
Köln führte. Gillenfeld, ein sehr alter Ort, in dessen
sähe die Strohner Schweiz und das Pulvermaar liegen, hat
m Sommer regen Fremdenverkehr. Neroth, bei dem
Nerother Kopf, hat Drahtindustrie Mausefallen). Der Fremden⸗
im Kreise und der ganzen Eifel steigert sich von Jahr
zu Jahr.
833. Der Kreis Wittlich.
Der Kreis Wittlich ist unter den Eifelkreisen am
wenigsten gebirgig; sein südliches Drittel dacht sich zur
Mosel ab und bildet eine sehr fruchtbare Ebene. Das Klima
ist verschieden. Während auf den Höhen im allgemeinen
gemäßigtes Eifelklima herrscht, ist es in den Talgegenden
mild. Hier verschwindet der Schnee immer bedeutend früher
als auf den Höhen. Auch in der Fruchtbarkeit des Bodens
macht sich ein Unterschied bemerkbar. Der südliche Teil
des Kreises hat durchgehends sehr fruchtbaren Sandboden,
der stellenweise, so in den Tälern der Alf, Salm und Lieser,
mit Lehm vermengt ist. Jedoch sind die höher gelegenen
Teile keineswegs unfruchtbar, sondern sie bringen reichlich
Feldfrüchte aller Art herbor. Die letztgenannten Gegenden
haben auch schöne und große Waldungen, die meist Eigentum
ber Gemeinden sind und diesen nicht nur Brennholz liefern,
sondern durch Versteigerung von Nutzholz auch oft reiche
Geldeinnahmen gewähren. Die beiden größten Wälder
sind der Grünewald zwischen der Lieser und der Alf
(nördlich von Wittlich) und der Kondelwald zwischen
Alf und Ues (nördlich von Bengel), der teils dem Staat
und teils dem Grafen Kesselstadt gehört.
Ackerbau und Viehzucht bilden auch im Kreise Wittlich
die Hauptbeschäftigung der Bewohner. Dem Ackerbau dient
nicht ganz i, des Bodens, während die Holzungen mehr als
/, desselben ausmachen. Bei günstiger Ernte kann noch
ein Teil dabon verkauft werden. Getreide, Kartoffeln und