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und kostbaren Glasmalereien. Bei Kyllburg befinden sich ebenso
wie bei Philippsheim, Speicher und Auw, sowie bei Seffern
und Wißmannsdorf Sandsteinbrüche. Hier werden hauptsächlich
die kleinen und großen Schleifsteine gebrochen und hergerichtet,
die man an den Stationen der Kyllbahn zum Versand bereit
liegen sieht. Sie gehen in das Industriegebiet (Solingen) und
dienen zum Schleifen der Metallwaren (Waffen, Messer, Scheren).
Namentlich bei Kyllburg werden auch Bausteine (Hauwerk)
hergestellt. In dem nahen St. Thomas wurde im Jahre
1171 ein Kloster gegründet. Speicher (2200 E.) treibt leb—
haften Hausierhandel und Tonindustrie (allerlei Tongefäße
und Tonpfeifen). Es wird aber auch noch viel Ton ausgeführt.
Peuerburg (1300 E.) in einem engen Tale an der Enz,
ein schönes Eifelstädtchen, hat auf einer Anhöhe die Ruinen
ines alten Schlosses, sowie eine noch bewohnte mittelalterliche
Burg. Die Stadt besitzt mehrere Gerbereien und hat Bahn—
derbindung nach Pronsfeld. Mettendorf ist ein großes
Dorf im Enztale. In der Nähe von Bollendorf ist das
hbüttenwerk Weilerbach (Ofen und Herde).
831. Der Kreis Prüm.
Der Kreis Prum ist der größte Eifelkreis und durchweg
gebirgig. Der nordwestliche Teil desselben wird von der
Schneifel (Schneeifel) durchzogen, die von Brandscheid bis
Ormont reicht. Die Höhen sind meist unfruchtbar und viel⸗
fach mit Heide bewachsen, werden jedoch mehr und mehr
aufgeforstet. Wegen der Lage und des nassen und kalten
Bodens der Schneifel ist das Klima des Kreises im ganzen
rauh. Der Winter ist lang und streng. Der Schnee hemmt
dann zeitweise den Verkehr. In den Tälern ist der Boden
fruchtbarer und erzeugt reichlich die gewöhnlichen Ge—
treidearten. Gleichwohl liegen die wohlhabenden Dörfer
gerade auf den breiten Hochflächen, weit diese wegen der
dequemeren Bewirtschaftung des Bodens für die Besiede—
lung günstiger sind als die wenig geräumigen Täler. Statt
des früher viel angebauten Spelzes pflanzt man jetzt immer
mehr Weizen. Jedoch reicht die Ernte für den Bedarf
kaum aus, namentlich nicht in ungünstigen Jahren. Die
ZSaaten haben durch uͤngünstige Witterungsverhältnisse oft
zu leiden. An Körnerfrüchten werden hauptsächlich Roggen,
hafer und Heidekorn gezogen; stellenweise wird auch
Schiffels Heimatkunde von Trier. 7 Aufl'