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Branntweins verwandt, weshalb der Kreis Bitburg zahl⸗
reiche Brennereien hat. Etwa 4 des Bodens ist mit Wald
bedeckt. Von den jungen Eichen gewinnt man die Lohe,
die jetzt wieder viel Geld einbringt. Die größten Gewässer
des Kreises sind die Kyll, die Prüm mit der Nims und der
Enz, die Sauer mit der Our. Der östliche Teil wird von
der Kyllbahn durchschnitten. Den Westen berührt die Eisen—
bahn Pronsfeld⸗Neuerburg, die noch weiter geführt werden
soll. Früher waren die Bewohner dieser Gegend auf die
Sauerbahn (die luxemburgische Prinz-Heinrich-Bahn) an—
gewiesen, die an der Westgrenze des Kreises entlang nach
Trier geht. Von Erdorf führt eine Bahn nach Bitburg und
weiter nach Irrel und Trier. Die höchsten Punkte des
Kreises sind die Höhe am „kalten Born“ nördlich von
Weidingen, 540 m, und die Muxerather Höhe, 535 m über
dem Meeresspiegel.
Bitburg 6200 E.) die gewerbreiche Kreisstadt, liegt
auf einem Bergruͤcken zwischen der Nims und der Kyll. Die
Stadt hat eine landwirtschaftliche Schule und eine damit ver⸗
bundene Aderbaufschule, sowie mehrere Brauereien. Sie ist
fehr alt und wurde von den Römern gegründet, die dort ein
Kaftell hatten. Die Fundamente der ursprünglichen Festungs⸗
wertke sind noch erhalten. Zur Zeit der fränkischen Könige war
es der Hauptort des ausgedehnten Bidgaues (Bickow). Die
Bahnstation von Bitburg war früher das 5 km entfernte, im
Kylltal gelegene Erdorf. Bei Fließem entdeckte man
Igsß die Trummer eines umfangreichen römischen Gebäudes
mit schönen MosaikFußböden. Der Name des schon im
11. JIchrhundert genannten Dorjses Malbexg scheint auf
eine Gerichtsstätte zu deuten, die sich in alten Zeiten vielleicht
hier befand. Es hat ein Schloß, dessen Ringmauern und Türme
Jus dem Mittelalter stammen. Nördlich von Er,.dorf, finden
sich Trümmer der römischen Langmauer vor, die einen 660 4km
großen Raum umschloß. KylIburg liegt auf dem Bergrücken
einer von der Kyll ganz umschlossenen Landzunge. Es hat eine
fehr schöne Lage und in seiner Umgebung zahlreiche Spazier⸗
wege und wird namentlich im Sommer von vielen Fremden
besucht. Zum Schutz gegen die mächtigen Herren von Malberg
erbaute der Erzbischof von Trier auf der Höhe des Berges 1229
eine jetzt in Trummern liegende Burg, bei der bald durch An—
fiedlung der Ort Khllburg entstand. Ebenfalls aus dem 13. Jahr⸗
hundert stammt die noch gut erhaltene, gleichfalls auf der Höhe
des Berges gelegene Stiftskirche mit einem schönen Kreuzgange
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