Full text : Heimatkunde des Regierungsbezirkes Trier und des Saargebietes

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Kirchen⸗ und Schulwesen (vergl. 8 290.
Drtstunde (s. bei den einzelnen Kreisen und Amts—
bezirken im Anhang).

Anhang zu II und III:
Die einzelnen Kreise (Amtsbezirke).)

830. Der Kreis Bitburg.
Der nordwestliche Teil des Kreises Bitburg hat im
Volksmund den Namen Jsling oder Eisling. Diese
Bezeichnung läßt auf das rauhe Klima jener Gegend
schließen. Die Umgegend von Bitburg heißt auch der
Bidgauoder Bikow. Der südöstliche Teil des Kreises ist
wegen seines weißen Tonbodens unter der Bezeichnung
„Weißland“ bekannt. Die Bestellung dieses Bodens ist
sehr schwierig. Zum Pflügen sind oft zwei bis vier Pferde
oder Ochsen erforderlich die voreinander gespannt werden.
Während der Norden des Kreises rauh und weniger frucht—
bar ist, sind der mittlere und südliche Teil wärmer und dem
Ackerbau günstiger; die Täler sind sogar mild. Die Be—
wohner des Kreises Bitburg treiben Ackerbau und Vieh—
zucht. Die Haupterzeugnisse der Landwirtschaft sind
Roggen, Weizen, Gerste, Hafer, Heidekorn und Kartoffeln.
Die beiden ersten werden vielfach als Mischfrucht gezogen.
Neben den meist ertragreichen Wiesen gibt es sehr viel
Kleefelder; deshalb ist reichlich Futter vorhanden, so daß
viel Heu (besonders Luzerne) ausgeführt werden kann.
Auch Kleesamen ist ein nennenswerter Handelsartikel.
Der früher in der Umgebung von Kyllburg bedeutende
Hopfenbau ist fast ganz eingegangen. Die Obstbaumzucht
hat eine ziemlich große Ausdehnung erlangt. Das Obst
wird teils verkauft, teils zur Bereitung des Obst- und

) Nur der Heimat,kreis erfährt in der Schule eine
ausführliche Behandlung, während die andern Kreise uͤbersichtlich
und gruppenweise bei Besprechung der einzelnen Landschaͤften
betrachtet werden.
            
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