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Kristallglas, Preßglas und allerlei Glaswaren herstellt.
Solche Glasfabriken befinden sich in Friedrichstal, Sulz—
bach, Quierschied, Luisental, Fenne, Waldgassen und
St. Ingbert (hier allein 3).) Die Tonwarenin dustrie
liefert Steingut und Porzellan (in Mettlach und Waller—
fangen), feuerfeste Steine, Tonplatten und Tonröhren,
Mosaikplatten (Mettlach) und Terrakottawaren (Merzig).
In zahlreichen Ziegeleien werden Backsteine und
dachziegel hergestellt. Eine große Zementfabrik
gibt es in Saarbrücken (S Malstatt). Außerdem sind zu
nennen Papierfabriken, Kalkbrennerein,
Bierbrauereien, Gedbereien, Phosphat—
mühlen, Seifen-,chemische Fabriken u. a.
Eine Folge der blühenden Industrie und des umfang—
reichen Bergbaues ist die dichte Bevölkerung. Auf
1 qkm ftommen durchschnittlich 350 Einwohner (in den
Eifelkreisen nur 55; in ganz Deutschland 120).
4. Haudel und Verkehr. Eine weitere Folge von
Bergbau und Industrie im Saargebiet ist die Entwicklung
eines sehr regen Handels- und Geschäftsver—
kehrs. Zwar kommen die Steinkohlen, welche die Grund—
lage der Saarindustrie bilden, für den saarländischen
Handel jetzt nicht mehr in Frage; aber die Ausfuhr der
verschiedenartigsten Erzeugnisse der Gewerbtätigkeit, wie
Maschinen, Eisenbahn⸗ und Schiffbaumarerial, Träger,
Formeisen, Eisen⸗, Guß- und Stahlwaren, Glas- und
Tonwaren, Zement, Kunstdünger usw. ist sehr bedeutend.
Rohstoffe, besonders Eisenerze, dann Lebensmittel, Kolonial⸗
und Bekleidungswaren müssen in großen Mengen ein—
geführt werden, um die Industrie zu versorgen und die
Bedürfnisse der zahlreichen Bevölkerung zu befriedigen.
Infolgedessen mußte sich an allen größern Orten ein sehr
ebhafter Geschäftsverkehr entwickeln. Am be—
deutendsten ist dieser in der Großstadt Saarbrücken, die auch
der Hauptsitz des Großhandels ist.
Der starke Verkehr erfordert entsprechende Ver⸗
kehrseinrichtungen, vor allem ein dichtes Gisen-—
i) Die 3 ersten werden jetzt nach St. Ingbert verlegt.