Full text : Heimatkunde des Regierungsbezirkes Trier und des Saargebietes

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Saar zu; er berührt Quierschied und mündet ebenfalls
in Saarbrücken in den Saarhafen. Der Köllerbach
hat am Wackenhübel seine Quelle und mündet bei Völk⸗
lingen; die größten Orte seines Tales sind Heusweiler und
Puttlingen. Die Prims entspringt am Hochwald im
Kreise Bernkastel, empfängt links den Thelbach (daran
Lebach und mündet bei Dillingen. Die Rossel hat ihre
Zuelle bei St. Avold in Lothringen und fließt teilweise
auf der lothringischen Grenze; sie empfängt links den
Lauterbäch und fueßt bei Wehrden in die Saar.
der Niedfluß kommt ebenfalls aus Lothringen und
mündet unterhalb Rehlingen.

328. Die wirtschaftlichen Verhältnisse.
. Land- nud Forstwirtschaft. Da das Klima be—
sonders in den tiefer gelegenen Tälern der Saar und ihrer
Zuflüsse mild (Durchschnittswärme 99 und der Boden recht
fruchtbar ist, so hat hier die Land wirtschaft große
Bedeutung. Die fruchtbarsten Gegenden sind das Saartal
in den Kreisen Merzig, Saarlouis und Saarbrücken und
das dicht bevölkerte Koöllertal, wo Getreide aller Art, Ge—
müse, Obst und stellenweise auch Tabak gepflanzt wird.
Auch auf den nur mäßigen Höhen ist der Boden überall
anbaufähig und liefert gute Erträge an landwirtschaftlichen
Erzeugnissen. Deshalb und wegen der sehr bedeutenden
Gewerbtätigkeit in den eigentlichen Industriegegenden ist
das ganze Gebiet mit meist großen Ortschaften übersät und
sehr dicht bevölkert. Ein großer Teil der Bewohner, der
die Landwirtschaft nur nebenbei und in geringem Umfang
betreibt, findet in den Bergwetken und Jabriken des
Kohlengebietes lohnende Beschäftigung. Hier ist die Lande
wirtschaft von geringerer Bedeutung, weshalb eine starke
kinfuhr von Lebensmitteln nötig ist. Im Industriegebiet
werden nur Schweine und Ziegen in größerer Zahl ge—
halten, während in den ländlichen Gegenden die gesamte
Viehzuͤcht dem Ackerbau entspricht. Das meiste Schlacht⸗
oieh kommt von auswärts.
            
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