Full text : Heimatkunde des Regierungsbezirkes Trier und des Saargebietes

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das Saartal bei Merzig und Saarlouis, haben auch den
reichsten Viehbestand, weil hier neben gutem Ackerlande
auch ertragreiche Wiesen einen stärkern Betrieb der Vieh—
zucht ermöglichen. In den höher liegenden Gebieten ist
die Viehzucht nicht so bedeutend, weil hier der Futterertrag
geringer ist. Ihre Hauptzweige sind die Rindvieh-Glan—
und Simmentaler Rasse) und Schweinezucht; die Pferde—
zucht deckt nicht den Bedarf, und die Schafzucht tritt gegen
früher ganz zurück. In den Industriegegenden wird vielfach
die Ziege als Milchtier gehalten. Der Obstbau, der
besonders in den Niederungen große Erträge liefert, erfreut
sich immer besserer Pflege (Viezbereitung). An der Mosel,
der untern Saar, Ruwer und Lieser blüht der Weinbau
und bildet die wichtigste Erwerbsquelle der Bewohner.
Die besten Mosel- und Saarweine haben bis weit über die
Grenzen unsers Vaterlandes hinaus einen guten Namen
und werden teuer bezahlt.
Der Bezirk hat besonders auf dem Hunsrück und in
der Eifel große und schöne Waldungen, Guchen,
Eichen und Nadelholz). Die reichsten Waldgebiete finden
sich auf dem Hochwald. Der Wald bedeckt etwant/ des
ganzen Landes und liefert Brenn-, Baus und Nutzholz in
großen Mengen. In den Wäldern lebt zahlreiches Wild,
wie Hasen, Füchse, Rehe, Hirsche und Wildschweine, wes—
halb die Jagden recht gute Erträge abwerfen. Einige
Gegenden in der Eifel, an der Mosel und Saar treiben
Lohrindenbau, der jetzt wieder lohnender ge—
worden ist.

2. Bergbau uund Gewerbtätigkeit. Der Boden birgt
in seinem“ Innern vielfach wertvolle Mineral—
schästze, deren Gewinnung und Verarbeitung einen
großen Teil der Bevölkerung beschäftigt und ernährt. Das
Saarbecken liefert große Mengen Steinkohlen; an der Nahe
findet sich Achat; die Vordereifel ist reich an Kalk- und
Sandstein, die vulkanische Eifel an Basaltstein und andern
vulkanischen Produkten (Sand, Traß, Tuff); ferner gibt es
fast überall Schieferbrüche.
Schiffels, Heimatkunde von Trier. 7. Aufl.
            
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