Full text : Heimatkunde des Regierungsbezirkes Trier und des Saargebietes

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B. die Vetrachtung des Gesamtbildes als
Verwaltungsbezirk.

818. Lage, Grenzen und Größe.
1. Der Regierungsbezirk als weitere Heimat. Die
bisher betrachteten Landschaften, das Moseltal, das Saartal,
die Eifel und der Hunsrück, bilden größtenteils ein Gebiet,
das zusammengehoͤrt, nämlich unsere weitere Hei—
mat oder den Regierungsbezirk Trier. Dessen
Bewohner haben vieles miteinander gemein, sind vielfach
aufeinander angewiesen und sollen sich daher; auch als
Kinder einer Heimat betrachten und treu zusammen⸗—
halten. Wir wollen jetzt unsern Heimatbezirk als Ganzes
näher kennen lernen und nacheinander seine Lage und Aus—
dehnung, den Boden, die Gewässer, das Klima, die Be—
schäftigung der Bewohner und die Erzeugnisse, Handel und
Verkehr, Schul- und Kirchenwesen, die Verwaltung und
Einteilung übersichtlich betrachten.
2. Lage und Grenzen. Die Karte belehrt uns zu—⸗
nächst über Lage, Ausdehnung und Grenzen des Regierungsbezirks
 Trier. Er breitet sich nördlich und südlich der mitt⸗
leren Mosel aus. Der noͤr dliche Teil umfaßt die Eifel
bis etwa zur Wasserscheide jenseits der Schneifel; er reicht
im Westen bis an die Our und die untere Sauer, im Osten
bis zum Uesbach und hat eine fast kreisförmige Gestalt. Der
füdliche Teil hat die Form eines Rechtecks. Zu ihm
gehören der größere (westliche) Teil des Hunsrücks Goch⸗
wald und Idarwald) und die südlich davon gelegenen Ge—
biete der Rahe und Blies, während er im Westen bis über
die Saar hinübergreift. Von Osten schiebt sich zwischen
Nahe und Hunsrück lang und schmal das Fürstentum
Birkenfeld Gis über die Mitte des Rechtecks) in den
Bezirk hinein. Die Grenzländer unsers Heimat—

1) Der Regierungsbezirk Trier wird hier in seinem bis⸗
herigen ümfang betrachtet, während die Besprechung der
durch den Friedensverträg von 1919 gbgetrenn ten
Gebiete gesondert unter Abschnitt III erfolgt.
            
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