Full text : Heimatkunde des Regierungsbezirkes Trier und des Saargebietes

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Winkel zwischen Rhein und Nahe. Er sendet seine Aus—
läufer bis an den Rhein. Auf diesen drei Höhenrücken
entspringen auch die zahlreichen Bäche des Hunsrücks, die
nuf der NRordseite zur Mosel und auf der Südseite zur Nahe
und Saar fließen.
Das Hochland ist, wie schon der Name seiner Teile
andeutet, mit großen Waldungen bedeckt, in denen
sich Hirsche, Rehe und wilde Schweine in Menge aufhalten.
Der Laubwald herrscht noch immer vor; doch legt man in
neuerer Zeit mehr und mehr Nadelwälder an. Früher gab
es auf den Höhen viele Heiden. Diese sind jetzt teils
mit Wald bewachsen, teils in Acker und Wiesen umgewan—
delt. Die Heiden begünstigten die Schafzucht, welche daher
jetzt ihre frühere Bedeutung verloren hat.

—A—
Bergrücken, welche allen Winden und Stürmen schutzlos
ausgesetzt sind, haben deshalb und wegen ihrer hohen Lage
ein rauhes Klima. Der Boden ist dort wenig fruchtbar.
Doch gedeihen überall Gerste, Hafer und Roggen. Er—
giebiger sind die Abhänge und die Täler des Hunsrücks, wo
fette Wiesen und Acker den Fleiß des Landmanns reichlich
lohnen. Die einfachen und fleißigen Bewohner beschäftigen
sich daher vorwiegend mit Acker bau und Viehzucht.
Im untern Ruwertale ist der Wein bau sehr bedeutend.
In den Tälern ist die Bevölkerung ziemlich dicht, während
die Höhen dünner bewohnt sind. Ein Teil der Bewohner
im Süden des Hunsrücks arbeitet in den Bergwerken an
der Saar. An der Nahe wird Ach at gefunden und ge—
schliffen. Die Achatsteine haben im Innern schöne Farben,
welche erst durch Schleifen zur Geltung kommen. Aus
Achat macht man Knöpfe, Dosen, Ringe, Broschen, Arm⸗
bänder und andere Schmucksachen. (Die Hauptorte und
die Eisenbahnen des Hunsrücks nach der Karte.)
            
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