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Durch eine gewaltige, nach innen gebogene Mauer quer
durch das Tal wird das Wasser des Baches zu einem großen
Weiher aufgestaut. Dieses wird durch einen Moselberg
geleitet und dem (bei Leiwen) an der Mosel stehenden
Kraftwerk zugeführt, das die ganze Gegend mit elektrischem
—D
Trier bei Wolf berlassen hat, fließt sie durch den
Regierungsbezirk Coblenz. Sie mündet bei Coblenz
in den Rheün, dessen größter Nebenfluß sie ist. Die
Mosel eilt an vielen volkreichen Ortschaften vorüber.
Nennenswert sind: Trier, Schweich, Trittenheim, Neu—
magen, Piesport, Lieser, Bernkastel, Zeltingen, Uerzig,
Erden, Cröv und Reil. Manche dieser Orte sind sehr alt.
So war z. B. Neumagen ein Stationsort der alten Römer,
die schon die Weinrebe an der Mosel pflanzten. (Vgl. S. 74)
An eine ferne Vergangenheit erinnern auch die vielen
Burgreste, welche die Moselberge schmücken. Es heißt in
dem Moselliede:
Und an des Stromes Bette,
Allüberall im Tal,
Da stehen Dörfer, Städte
Und Burgen ohne Zahl.
Auf dem linken Ufer der Mosel führt die Moselbahn
von Trier nach Coblenz. Stellenweise ist sie ziemlich weit
von der Mosel entfernt, da sie die Krümmungen des Flusses
abschneidet. Sechsmal führt sie durch einen Tunnel, unter
anderm durch den 4200 mn langen Kaiser-Wilhelm⸗Tunnel
zwischen Eller und Cochem, den größten Tunnel
Deutfchlands. Das rechte Moselufer begleitet die Mosel—
talbahn Trier⸗Bullay.
3. Das Klima des Moseltals und die Beschäftigung
seiner Bewohner. Das Moseltal hat im ganzen ein
mildes Klima. Die Berge halten die rauhen Winde ab;
daher ist es im Tale stets waͤrmer als auf den anliegenden
Höhen. Hier wird es darum auch später Frühling als dort.
uͤberall im Moseltale wird Ackerbau, Viehzucht und Obst⸗
bau getrieben. Aber das ist nicht die Hauptbeschäftigung
der Moselaner. Diese haben nicht so viel Land und Vieh