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Zum Fabrikbetrieb sind große Mengen Rohstoffe und
Steinkohlen nötig. Wenn diese weit hergeholt werden
müssen, so haben die Fabriken große Unkosten an Fracht
und können nicht so billig arbeuen als solche, welche die
Rohstoffe oder die Steinkohlen in der Nähe haben. Daher
findet man die Industrie gewöhnlich dort, wo große Roh—
stoffmengen gewonnen werden und in den Steinkohlengebieten
Am lohnendsten ist sie da, wo Roh- und Betriebs⸗
stoffe pohe beieinander vorkommen (wie im Saarkohlen⸗
gebiet).
3. Handel und Verkehr. a) Handel. Der Hand—
werker und der Fabrikant verkaufen die Erzeugnisse ihrer
Gewerbtätigkeit. Auch der Landmann verkauft die Erzeug—
nisse seiner Landwirtschaft, die er nicht selbst verbraucht,
wie Lebensmittel, Fuiter, Vieh u. a. Die Waren werden
dorthin verkauft, wo Nachfrage darnach ist. Die Leute,
die sich mit dem An- und Verkauf von Waren beschäftigen,
treiben Handel; sie sind Geschäfts- oder Kaufle
ute. Von dem Gewinn, den ihnen der Handel einbringt,
leben sie; er bietet ihnen den Lebensunterhalt. Selbst in
dem kleinsten Dorf gibt es Leute, die Waren in ihrem
Laden oder Geschäft verkaufen; sie heißen Krämer oder
Klein händler, weil sie die Waren im kleinen verkaufen.
Welche Krämer gibt es bei uns und was verkaufen sie?
In den Städten und den Industriegegenden gibt es auch
RBroßhändler, die Waren und Rohstoffe nur in
großen Mengen handeln.
b) Verkehr. Der Landmann bringt seine entbehr—
lichen Erzeugnisse zur Stadt auf den Markt und kauft dort
allerlei Sachen, die er in seinem Haushalt nötig hat. Auch
werden die verschiedensten Handelswaren und Güter oft
weithin versandt. So entsteht durch den Handel ein fort—
währender reger Verkehr. Diesem dienen die Ver—⸗
kehrs we ge (Straßen, Eisenbahnen, Flüsse und Kanäle).
Die wichugsten Verkehrs mittel sind Eisenbahn, Schiff
und Post. GVergl. 8 8.)