Full text : Heimatkunde des Regierungsbezirkes Trier und des Saargebietes

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keinen Unsug treiben, nicht mit Steinen werfen, nicht laut
lärmen, andere nicht blutig schlagen, die öffentlichen An⸗
lagen nicht beschädigen und nicht in fremde Häuser ein⸗
dringen, um etwas daraus zu entwenden. Das alles und
noch manches andere ist verboten. Die Polizei sorgt
dafuͤr, daß die Ordnung nicht gestört wird. Die Polizei⸗
dienet (Schutzleute) gehen jeden Tag durch die Stadt,
um nachzusehen, ob alles in Ordnung ist. Treffen
sie jemand, der sich gegen die bestehenden Anordnungen
bersehlt, so zeigen sie ihn dem Bürgermeister an. Der
kann ihn bestrasen. Handelt es sich um größere Vergehen
(wie Schlägerei, Diebstahl usw.), so wird die Sache dem
GBGerichte angezeigt. Der Täter muß dann im Gerichts⸗
hause vor dem Richter erscheinen, der ihn verhört. Es
werden auch Zeugen geladen, die das erzählen müssen, was
sie über die Sache wissen. Wer Zeugnis ablegen soll, muß
stets die Wahrheit sagen. Ist der Ängeklagte schuldig, so
wird er zu einer Geld⸗ oder Gefängnisstrafe verurteilt.
8. Es ist Markt. Hier ist oft Markt. Dann kommen
Leute von nah und fern hierher. Die einen bringen Vieh
auf den Markt; die andern wollen solches kaufen. Der
Marft wird aufeinem großen Platz abgehalten. Kühe
und Rinder werden dort angebunden. An einer andern
Stelle stehen viele Wagen mit kleinen Schweinen in einer
Reihe. Auch große Schweine werden feilgeboten. Die
Eigentümer der Tiere stehen dabei und warten auf die
Kaͤufer. Diese finden sich scharenweise ein. Sie gehen durch
den Markt und suchen sich, was sie brauchen. Haben sie ein
passendes Stück Vieh gefunden, so einigen sie sich mit dem
Verkäufer über den Preis. Dabei geht es oft sehr laut her.
Dazwischen hört man das Grunzen der Schweine und das
vldten der Kälber. Das verkaufte Vieh geht in andere
Hunde über und wird oft wieder weiter verkauft. So wird
Handel damit getrieben. Der Landmann kauft sich für
das gelöste Geld manchmal in den Geschäften der Stadt
Stoff zu Kleidern, Werkzeuge und andere Sachen, die er
selbjt nicht hat, aber nötig braucht. Eine Stadt, in der viel
Handel getrieben wird, ist eine Han delsstadt.
            
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