Full text : Heimatkunde des Regierungsbezirkes Trier und des Saargebietes

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Filialen hat unser Pfarrort? Wie heißen sie? Wie liegen
sie zum Pfarrort? Wie weit sind sie davon entfernt? Wie
heißt unser Pfarrer? In großen Pfarreien helfen junge
Geistliche dem Pfarrer an der Seelsorge; man nennt sie
Kapläne.
*7. Die Gemeinde und ihre Obrigkeit. Was wir
zum Leben nötig haben, kann uns der Vater nicht allein
beschaffen. Als Ackerer kann er keine Kleider machen, kein
Mehl mahlen, kein Haus bauen. Der Schuster kann nicht
pflügen und das Feld bebauen, auch keine Geräte, als
Tische, Stühle u. dgl. anfertigen. Darum muß ein Mensch
dem andern helfen; einer hat den andern notwendig.
So kommt es, daß die Menschen nahe beieinander wohnen,
damit sie einander besser helfen können. Wie die Bewohner
eines Hauses eine Familie bilden und als solche zusammen⸗
gehören, so bilden die sämtlichen Familien eines Dorfes
eine größere Gemeinschaft, eine Gemeinde. Ihre
Mitglieder sollen sich gegenseitig unterstützen und helfen.
Darin besteht der Zwesck der Gemeinde.
Wie die Familie, so muß auch die Gemeinde ein
Oberhaupt haben. Es ist der Bürgermeister.
Da er aber meistens mehrere Gemeinden zu verwalten hat,
so kann er nicht alle Geschäfte allein besorgen und auch nicht
in je der Gemeinde wohnen. Deshalb vertritt ihn (in
den einzelnen Gemeinden) der Gemeinde-(oder
Orts-) vorsteher.
*8. Gemeindebauten. Die Wohnhäuser sind in der
Regel Eigentum eines einzelnen. Solche Gebäude nennt
man Privatgebäude. Die Kirche, die Schule, das
Gemeindehaus u. a. Gebäude sind zum Nutzen der ganzen
Gemeinde erbaut und heißen Gemeinde- oder
öffentliche Gebäude. Nennt die öffentlichen Gebäude
unsers Wohnortes! Wozu dienen sie? Außer diesen Ge—
bäuden muß die Gemeinde auch Wasserleitungen, Licht⸗
anlagen, Straßen, Wege und Brücken bauen und unter⸗
halten. Das alles kostet viel Geld. Dieses muß zum Teil
von den Ortsbewohnern aufgebracht werden. Diese müssen
von ihrem Einkommen und Vermögen eine bestimmte
            
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