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b) Saarbrücken wird preußisch. Nach dem Sturze
Napoleons wurden die europäischen Verhältnisse auf dem
Wiener Kongreß (1815) neu geordnet. Die Gebiete von
Saarbrücken und Saarlouis kamen nun endgiltig an
Preußen. Die preußische Regierung richtete darauf die
Finteilung und Verwaltung des Landes ein, wie sie bis
etzt hier bestand. Die ehemalige Grafschaft Saarbrücken
wurde dem Regierungsbezirk Trier zugeteilt, und die
Regierung in Trier übernahm im Frühjahr 1816 die Ver—
waltung, nachdem das ganze Trierer⸗ und Saarland
20 Jahre unter französischer Herrschaft gestanden hatte.
Nur der heutige Kreis St. Wendel gehörte damals noch
als Fürstentum Lichtenberg zu Koburg-Gotha; dieses
wurde 1834 von Preußen durch Kauf erworben und als
Kreis St. Wendel dem Regierungsbezirk Trier angegliedert.
Der pfälzische Teil des Saargebietes war mit der ganzen
Pfalz bereits 1814 an Bayern gefallen.
Unter der 100jährigen Regierung der Hohenzollern
hat sich das Saarland von den Stürmen der Vergangenheit
erholt und zu hoher Blüte entwickelt. Der Kreis Saarbrücken,
der damals noch nicht 25 000 E. zählte, hat jetzt deren soviel
wie vor 100 Jahren der ganze Regierungsbezirk Trier.
In ähnlicher Weise haben sich die andern Kreise des Saar⸗
gebietes entwickelt.
11. Was Saarbrücken im Kriege von 1870/71 erlebte.
ta) Rriegserinnerungen. Wer die Stadt Saarbrücken
ind ihre Umgebung besucht, findet hier viele Erinnerungen an
den Krieg gegen Frankreich von 1870/71. Im Saale des Rat⸗
hauses in Alt⸗Saarbrücken befinden sich mehrere große Wand⸗
hilder von Anton v. Werner, die Kaiser Wilhelm J. der Stadt
geschenkt hat. Das erste stellt den Empfang Kaiser Wilhelms J.
mn der alten Brücke am 9. August 1876, ein anderes die Erstür⸗
mung der Spicherer Höhen dar. Hinter Saarbrücken liegt in
dem stillen Ehrental⸗s ein Kriegerfriedhof mit schönen Grab—
malern und einem Kriegerdenkmal. Auf den Stunde davon
entfernten Spicherer Höhen erblickt man eine Reihe von statt⸗
lichen Denkmaͤlern sowie viele Einzes und Massengräber. Auch
zuf, dem Rastpfuhl findet sich ein solches Kriegergrab, das mit
sch zne n, Anlagen umgeben ist. Im Bahnhofsgebäude und
einigen Häusern an der „Bellepue“ stecken heute noch mehrere
französische Granaten. Auch Waffensammlungen und sonstige