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Als
diese 1793 seinen Vater in Neunkirchen gefangen nehmen
vollten, rettete er sich durch einen kühnen Sprung aus einem
Fenster des Schlosses und flüchtete. Er trat in das preußische
Heer ein und nahm an den Gefechten gegen die Franzosen in
imserer Gegend teil. Vom Halberg aus mußte er zusehen, wie
die Franzosen das Schloß seiner Väter in Saarbruͤcken nieder⸗
branuten. Er starb bereits 1797, fern der Heimat, an den Folgen
eines Sturzes vom Pferde. Doa er kinderlos war, erlosch mit
ihm das Grafengeschlecht von Nassau-Saarbrücken, und sein
Land fiel wie das ganze linke Rheinufer an Frankreich.
8. Was die Grafschaft während der französischen
Revolution erduldete. »a) Sturmzeichen. Als im
Jahre 1789 in Frankreich die Revolution mit ihrem Ruf nach
Freiheit und Gleichheit ausgebrochen war, entstand auch unter
den Bewohnern der Grafschaft Saarbrücken eine unruhige Be—
wegung gegen die fürstliche Regierung. Sie verlangten vom
Fürsten Ludwig Befreiung von den laäͤstigen Frondiensten und
sohen Steuern sowie andere Erleichterungen. Ludwig erfüllte
notgedrungen einen Teil der Forderungen und hob zuletzt die
deibeigenschaft auf. Doch wurden dadurch die Unruhen nicht
bheschwichtigt. Die Bewohner der Grafschaft Saarwerden, die
auch dem Fürsten gehörte, empörten sich und erklärten ihren
Anschluß an Frankreich. Fürst Ludwig fühlte sich nicht mehr
sicher und erbat sich von Frankreich militärische Hilfe, die ihm
zu seinem und seines Landes Verderben gewährt wurde.
b) Die Franzosen in Saarbrücken. Im
Herbst 1792 rückten die ersten französischen Truppen in
Saarbrücken ein. Vom nächsten Fruͤhjahr ab hatte unser
Land nun mehrere Jahre ständig französische Besatzung.
Die Zucht der Soldaten wurde immer schlechter. Sie ver⸗
übten Unfug, Diebstahl, Raub und Erpressung und ge—
horchten selbst ihren Offizieren nicht mehr. Als Fürst Lud⸗
wig von Neunkirchen aus über den Rhein geflohen war,
plunderten sie die fürstlichen Schlösser und raubten die
kostbare Einrichtung samt Pferden, Wagen und den reichen
Vorräten in Keller und Speicher. Das Vieh wurde fort—
getrieben und die Ländereien des Fürsten verpachtet. Im
schönen Schloßgarten zu Saarbrücken schlugen Soldaten
hre Lager auf und zerstörten die Anlagen. Auch Glaubens⸗
und Sittenlosigkeit herrschte unter den Revolutionären.
Während des Gottesdienstes kamen die Republikaner mit
brennender Pfeife in die Kirche, verhöhnten den Geistlichen