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Herrn ein Ganzes bildeten. So entstand auch im alten Sgargau
die Grafschaft Saarbrücken.
b) Die Stammburg der Grafen von
Saarbrücken. An der Stelle, wo heute das Schloß
in Saarbrücken steht, wurde vor mehr als 1000 Jahren
auf einem steilen Felsen eine kaiserliche Burg erbaut. Sie
diente ursprünglich zum Schutze der alten Römerbrücke
und des Königshofes am Halberg sowie des Stiftes St. Ar—
nual und erhielt von jener den Namen „Saarbrück“. Da
diese Burg einen weiten Ausblick in die Umgegend ge—
währte und sich wegen ihrer Lage leicht verteidigen ließ,
so wurde sie dem Gaugrafen des Saargaues als Lehen
übergeben. Um die Burg entstand allmählich ein Ort,
der den Namen der Burg annahm und den Ursprung der
jetzigen Stadt Saarbrücken bildet. Im Jahre 909 schenkte
der deutsche Kaiser die Burg mit ihrem Grundbesitz
dem Bischof von Metz, der sie dem Saargaugrafen als
Lehen gab.
*e) Die Anfänge der Grafschaft Saar—
brücken. 80 Jahre später erhielt der Gaugraf Siegebert von
König Heinrich IV. den Königshof Wadgassen mit allen Ein—
künften als Lohn für treue Dienste zum Geschenk. Er ist der
Ahnherr des Grafengeschlechtes von Saarbrücken. Sein Sohn
und Nachfolger Friedrich nannte sich als erster nach seinem
Wohnsiß auf der Burg Saarbrück „Graf von Saarbrücken“. Die
Grafen von Saarbrücken vermehrten mit der Zeit ihren Besitz
bedeutend und gelangten zu Macht und Ansehen. Als Eigen—
güter besaßen sie das kornreiche Köllertal, die Dörfer Dud—
weiler und Malstgtt sowie die Grafschaft Zweibrücken. Später
kamen auch die Grafschaften Ottweiler und Saarwerden dazu,
während die Grafschaft Zweibrücken an ein anderes Geschlecht
fiel. Vom Bischof von Meg erhielten sie als Lehen die ehemaligen
Königsgüter Völklingen, Quierschied, den Köllertaler Wald, den
Warndt und die Burg Saarbrück. Dazu waren sie die Schutz—
herren des Stiftes St. Arnual und mehrerer Klöster der Um—
gegend. Die eigenen Güter überließen die Grafen zur Bewirt—
schaftung vielfach Herren aus dem niedern Adel, die Ritter oder
Dienstmannen hießen. Dafür zahlten diese jährliche Abgaben
an den Grafen und mußten diesem Heeresfolge leisten. Die
Burgmannen dienten zur Verteidigung der Burg und wohnten
in der Vorburg. Hier siedelten sich nach und nach auch andere
Leute an, um den Schuß der Burg zu genießen oder darin Arbeit
und Verdienst zu finden.