Full text : Heimatkunde des Regierungsbezirkes Trier und des Saargebietes

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beibehalten und ihrer gewohnten Beschäftigung nachgehen.
Römische Kaufleute, Handwerker und ausgediente Soldaten
ließen sich im Lande nieder, trieben Tauschhandel mit den
Einheimischen, führten diesen den Fortschritt der Römer
in Landwirtschaft, Bergbau und Gewerbe vor Augen und
regten sie durch ihr Beispiel zur Nacheiferung an.
*b) Römerstraßen. Um das eroberte Land besser
beherrschen zu können und den Handel zu befördern, legten die
Römer in unserm Land ein ganzes Netz von großen Heerstra
 ßen an. Solche Straßen führten von Trier nach Metz,
über Bitburg nach Köln, nach Straßburg (über Tholeh, Ott—
weiler und dann zur Saar), nach Mainz (über den Hunsrüch)
und von Metz nach Mainz. Durch viele Nebenstraßen wurden
diese Hauptstraßen miteinander verbunden. Die wichtigste
Römerstraße in unserer Gegend war die große Kaiserstraße
bon Metz nach Mainz. Sie führte am Fuße des Herapel hintker
Forbach und dann an den Spicherer Höhen entlang über
St. Arnual nach der Saar, überschritt diese am Halberg und
ging dann durch das Scheidtertal in die heutige Pfalz und
veiter nach Mainz. Die Grühlingstraße, die über den
schmalen Höhenzug zwischen Fischbach und Sulzbach nach
Neunkirchen führt, war ein Teil der Heerstraße von Trier nach
Straßburg, die sich am Halberg mit der Kaiserstraße kreuzte.
Diese Hauptstraßen führten meist über die Höhen, um das Land
hesser übersehen und beherrschen zu können. Sie wurden ge—
sichert durch Befestigungen (Kastelle), Rastorte und Nieder⸗—
lafssungen, die zur Aufnahme von Besatzungen, sowie zur Ver—
pflegung der durchziehenden Truppen dienten und vielfach auf
ober an steilen Bergen angelegt wurden (Herapel, Halberg,
Schaumberg). An den Römerstraßen entlang und in ihrer
Nähe lagen die Landhäuser (Villen) der römischen Großgrund⸗
hesitzer, die den Boden durch Sklaven oder Pächter bewirt⸗
schaften ließen.
*c) Römerfunde. Fundamente solcher Römervillen
sind au vielen Orten bei Ausgrabungen gefunden worden.
Diese Ausgrabungen förderten aber auch andere Spuren aus
römischer Zeit (wie Denkmäler, Waffen, Gefäße, Schmuck⸗
sachen, Münzen u. a.) in großer Zahl zutage, die uns über das
rr 5 Treiben in jener Zeit Aufschluß geben (Museum
n Trier).

3. Wie das Saarland unter die Herrschaft der
Frauken kam. ) Das Saarland wird fränkisch.
Richt ganz 500 Jahre dauerte die Herrschaft der Römer
in uünserer Heimat. Gegen Anfang des 5. Jahrh. drangen
            
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