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angesiedelt, die von Osten her eingewandert waren. Sie
zerfielen in mehrere Stämme. Die heutigen Städte Metz
und Trier waren ihre Hauptorte in unserer Gegend. Die
Kelten beherrschten etwa 500 600 Jahre lang den ganzen
Westen Europas (bis an den Rhein), bis sie ein Menschen⸗
alter vor Christi Geburt von den Römern besiegt und
unterworfen wurden.
*wb) Ihre Lebensweise und Einteilung. Die
Kelten waren ein tapferes, kriegerisches Volk von großem,
starkem Körperbau. Ihre Hauptbeschäftigung war Viehzucht
und Jagd. Aus Wolle verfertigten sie sich ihre Kleider. Sie aßen
Früchte, Obst, Milch und das Fleisch der Haus⸗ und Jagdtiere.
Ihre einfachen Häuser waren aus Holz und Lehm gebaut und
standen au geschützten Talstellen. Das Volk zerfiel in 3 Klassen:
den Adelstand, den Priesterstand (Druiden) und die Unfreien.
Die Druiden hatten einen großen Einfluß auf, das Volk. An
einsamer Waldesstätte oder in Höhlen unterrichteten sie die
Söhne der Vornehmen in, den Geheimnissen ihrer Religion,
pflegten die Heilkunde und übten das Richteramt aus. Auf den
Höhen der Berge oder in stillen Eichenhainen standen die Opfer—
altäre ihrer Götter, auf denen Tiere und wohl auch Menschen
geopfert wurden. Eine solche uralte Opferstätte soll auch die
„Heidenkapelle“ am Halberg (bei Brebach) sein.
*e) Uberreste aus der Keltenzeit. An ver—
schiedenen Orten der Saargegend hat man Hügelgräber
gefunden, die aus keltischer Zeit herrühren. In diesen Gräbern
fand man Waffenreste, wie Streitärte, Schwerter und Lanzen—
spitzen, ferner Gefäße, Schmucksachen aus Gold, Kupfer und
Bronze, keltische Minzen u. dgl. Auch die beiden großen
Steine bei Rentrisch und Blieskastel, die —— m aus der
Erde hervorragen, stammen wahrscheinlich aus der Keltenzeit.
Ebenso hat man an manchen Orten Befestigungswerke aus
dieser Zeit bloßgelegt. Es sind dies Überreste von alten
Ringmauern, innerhalb deren die Bewohner in Kriegs⸗
zeiten eine Zufluchtsstätte fanden. Der bekannteste und größte
derselben ist der bis 10 m hohe Ringwall bei Oztzenhaufen
GHunsrück), auch der „Hunnenring“ genannt.
2. Wie das Saarland nuter römische Herrschaft
kam. a) Römer und Kelten. Gleichzeitig mit dem
trierischen Lande wurde auch unsere Saargegend von dem
römischen Feldherrn Julius Cäsar erobert und unter rö—
mische Herrschaft gestellt. Die keltische Bevölkerung durfte
auch unter dieser ihre Sprache, ihre Sitten und Gebräuche