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Wegen der Lage des Trierer Landes an der Westgrenze
Deutschlands war dieses während des Krieges besonders
stark gefährdet. Wenn auch der Feind aus dem Lande
gehalten wurde, so litt es doch viel durch die feindlichen
Fliegerüberfälle, die besonders die Städte Trier und
Saarbrücken ständig in Schrecken hielten, großen
Schaden anrichteten und viele Menschen töteten.
b) Wohl atmete das Land auf, als im November 1918 der
schreckliche Völkerkrieg aufhörte und unsere meisten Krieger
wieder heimkehrten. Aber der ersehnte Frieden kam noch
nicht. Auch innere Wirren und Umwälzungen ließen das
Land nicht zur Ruhe kommen. Kaum waren unsere Soldaten
zurückgekehrt, als das ganze linke Rheinufer von feindlichen
Heeren besetzt wurde. Während das Moselland und die
Eifel eine starke amerikanische Besatzung bekamen, wurden
die südlichen Teile des Regierungsbezirks von Franzosen
und farbigen Truppen besetzt. Überall richtete man die
Militärverwaltung ein, der sich die Bewohner fügen mußten.
Im Mai 1919 wurden die Amerikaner im Bezirk ebenfalls
von Franzosen abgelöst. Die Besetzung unserer Heimat
durch fremde Truppen, die dem Lande schwere Lasten
auferlegt, soll 16 Jahre dauern.
Mit dem Eintritt des Friedens (am 10. Januar 1920)
wurden die südlichen Kreise des Regierungsbezirks Trier
von der bisherigen Verwaltung abgetrennt und mit den
benachbarten pfaͤlzischen Gebieten zu dem Saarbecken
bereinigt, das jetzt durch den Völkerbund verwaltet wird.
Der Weltkrieg und sein unglücklicher Ausgang hat unser
dand ungeheuere Opfer gekostet und es für lange Zeit
arm gemacht. Möchte doch die trübe Zeit nicht allzulange
dauern und unserer teuern Heimat einst auch wieder die
Sonne wahren Friedens und Glückes scheinen!
851. Einzelbilder aus der Geschichte des Saarlandes.
1. Wie das Saarland von den Kelten bewohnt
war. a) Die Kelten. In alter Zeit hatten sich im Ge—
biet der Saar, Blies und Mosel die Kelten oder Gallier