Full text : Heimatkunde des Regierungsbezirkes Trier und des Saargebietes

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Dessen Söhne teilten (8489) das große Frankenreich. Ludwig
der Deutsche erhielt den östlichen Teil oder Deutschland,
Karl den westlichen oder Frankreich und Lothar, der Kaiser,
Italien und einen Streifen Landes zwischen Deutschland
und Frankreich, der vom Mittelländischen Meere bis zur
Nordsee reichte. Ein großer Teil davon hieß später nach
Lothars gleichnamigem Sohne Lothringen. Dieses umfaßte
auch das trierische Land. Als Lothar gestorben war, teilten
—Vo
erhielt den östlichen Teil davon und damit auch das trierische
Land. So kam dieses an Deutschland.
9. Das Erzstift Trier wird ein Kurfürstentum.
Das Gebiet des Regierungsbezirks Trier gehörte einst 28
verschiedenen Landesteilen des Deutschen Reiches an.
Sein größter Teil war das Erzstift Trier, d. h. das Land,
dessen Oberhaupt der Erzbischof von Trier war. Dieser
war also nicht nur ein hochgestellter Geistlicher, sondern
auch ein selbständiger Reichsfürst, dem die Regierung seines
Landes oblag. Schon früh gelangten die Kurfürsten von
Trier zu hohem Ansehen, und seit der Wahl Rudolfs von
Habsburg (1273) gehoörten sie zu jenen Fürsten, die den
deutschen Kaiser waͤhlten. Dieses Recht wurde ihnen
durch das Reichsgesetz der Goldenen Bulle (13656) gesetzlich
zugesprochen. Damit wurde das Erzstift Trier ein Kur—
fürstentum. Bei der Kaiserwahl hatte der Erzbischof von
Trier die erste Stimme abzugeben.
10. Der Kurfürst Baldnin (1307 1354). Der be—⸗—
deutendste Kurfürst Triers war der Erzbischof Balduin.
Er war der Sohn des Grafen Heinrich von Luxemburg.
Bereits im Alter von 22 Jahren wurde er Erzbischof. Er
war ein gerechter, umsichtiger und tatkräftiger Herrscher,
der auf seines Landes Sicherheit und Wohl bedacht war.
Eine tüchtige Kriegsmacht stand ihm zur Verfügung. Seine
Burgen wurden neu befestigt und mit Verteidigern besetzt.
Zum Schutze gegen die Feinde hat er mehrere Städte,
darunter auch Wittlich, mit Mauern umgeben lassen. Ei
zog das Schwert nur, um für das Recht zu streiten und die
Raubritter, die damals das, Land unsicher machten, zu
            
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